BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG

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Die Fa. Bruder ist ein bekannter Fürther Spielwarenhersteller mit Sitz im Fürther Ortsteil Burgfarrnbach. Der Firmensitz ist in der Bernbacher Straße 94 - 98. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Firma Emil Stahl Wellpappenwerke.

Zur Geschichte (Zeitstrahl)[Bearbeiten]

  • 1926: Firmengründung als 1-Mann-Unternehmen von dem damalig arbeitsuchenden Paul Bruder; er produzierte in mühseliger Handarbeit Messingstimmen mittels einer kleinen Handpresse. Diese Messingstimmen lieferte er an Spielzeugtrompeten-Hersteller.
  • 1948: Fortführung des Kleinunternehmens
  • 1950: Heinz Bruder trat nach seinem Berufsabschluss als Werkzeugmacher in den elterlichen Betrieb ein und setzte die Tradition in der 2. Generation fort.
  • 1954: Heinz Bruder legte seine Meisterprüfung als Werkzeugmacher ab. Er sah schon damals seinen Weg in der Suche nach neuen Ideen.
  • 1958: Zukauf einer kleinen gebrauchten Handspritzgussmaschine; Umstellung des Betriebes auf Kunststofffertigung - dadurch Änderung der Struktur des Betriebes; der Werkstattraum von 60 qm war nicht mehr ausreichend. Papphülsen wurden durch Kunststoffhülsen, die automatisch gefertigt werden konnten, ersetzt. Die Einführung einer neuen Fertigungstechnologie durch Heinz Bruder führte zu ersten Schutzrechten für Stimmen und Kleinspielwaren.
  • 1960: Erstellung eines Fabrikationsgebäudes mit eigenem Formenbau an der Würzburger Straße in Fürth
  • 1965: Übernahme des elterlichen Betriebes durch Heinz Bruder. Zum weiteren Aufbau des Unternehmens in den 1960er Jahren haben Kleinartikel, wie zum Beispiel die Knallpistole, die sich nur aus drei Teilen und einem Gummiring zusammensetzt und einwandfrei funktioniert und preisgünstig ist, entscheidend beigetragen. Wichtigste Abnehmer der Kleinartikel sind Unternehmen aus der Süßwarenindustrie.
  • 1966: Erweiterung des Unternehmens durch ein weiteres Produktionsgebäude, welches das Produktionsgebäude aus dem Jahr 1960 in der Größe übertraf.
  • 1968: Um die Nachfrage befriedigen zu können, wird seit diesem Jahr in der Spritzerei größtenteils in 3 Schichten gearbeitet
  • 1975: Im Februar zum ersten Mal an der Spielwarenmesse in Nürnberg ausgestellt. Bedingt durch das kontinuierliche Wachstum, Bau einer Lager- und Versandhalle in der Bernbacher Straße, die ca. 2 km von der Verwaltung in der Würzburger Str. in Fürth-Burgfarrnbach entfernt ist.
  • 1978: Änderung der Firmierung von Paul Bruder Spielwarenfabrik in: BRUDER Spielwaren Inh. Heinz Bruder.
  • 1979: Unter dem eingetragenen Warenzeichen „bruder“ wird mit laufend interessanten Neuentwicklungen in den Sortimentsbereichen Fahrzeuge, Streuartikel und Kleinspielzeuge der Grundstein für eine permanente Weiterentwicklung gelegt, die den Ausbau des Firmenstandorts an der Bernbacher Str. erfordert.
  • 1981: Nach nur 14 Monaten Bauzeit wird das neue Fabrikations- und Bürogebäude in der Bernbacher Str. in Betrieb genommen und der Firmenstandort komplett in die Bernbacher Str. verlagert. Beschäftigt sind 70 Mitarbeiter, weiterhin aufstrebendes Wachstum trotz schwieriger werdender Wirtschaftslage. Der Maschinenpark umfasst 35 Spritzgießmaschinen; der Exportanteil liegt bei ca. 35 % und erfolgt in über 30 Länder. BRUDER-Mini, die Fahrzeugserie in Miniaturausführung, die trotz ihrer geringen Größe den hohen Anforderungen an Funktionalität gerecht wurden, wie z. B. durch zahlreiche bewegliche Teile, trägt in den 80er Jahren zum anhaltenden Wachstum trotz schwieriger werdender Wirtschaftslage bei.
  • 1987: Eintritt des Sohnes Paul Heinz Bruder (Dipl.-Ing. (FH), Fachrichtung Maschinenbau) in das Unternehmen. Er zeigt sich verantwortlich für die Produktentwicklung und Produktion.
  • 1988: Einweihung des neuen Montage- und Lagergebäudes. Die Montage- und Lagerkapazität wird verdoppelt, um weiteres Wachstum zu ermöglichen. Die Firma BRUDER verfügt nun über 26.000 qm umbaute Nutzfläche. Beschäftigt werden 80 Mitarbeiter; 45 Spritzgießmaschinen kommen zum Einsatz. Einführung eines neuen Firmenlogos.
  • 1992: Änderung der Gesellschaftsform von einer Einzelfirma in eine GmbH + Co. KG. Dipl.-Ing. Paul Heinz Bruder ist nun neben Heinz Bruder geschäftsführender Gesellschafter. Die Mitarbeiterzahl beträgt 105 und die Investitionen liegen bei ca. 3,5 Mio. DM/Jahr.
  • 1997: Bedingt durch in den letzten Jahren neu entwickelte Produkte, wie z. B. ROADMAX- und TOP Profi-Serie mit neuer Traktorengeneration in gesteigerter Produktqualität, z. B. modellmäßige Profilreifen, musste im Oktober 1997 mit dem Bau eines 4-stöckigen Produktionsgebäudes mit ca. 15.000 qm Nutzfläche, begonnen werden. Die gesamte Produktions- und Lagerfläche der Firma BRUDER Spielwaren beträgt nunmehr 41.000 qm. Es sind 120 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Fertigstellung des Neubaus (Juni 1998) setzt die Fa. BRUDER ein Zeichen für den Produktionsstandort Fürth und für gesicherte Arbeitsplätze. Die Innovationskraft des Unternehmens wird eindrucksvoll mit einer Vielzahl von Entwicklungen, die patentiert oder gebrauchs- und designgeschützt sind, dokumentiert. Dipl.-Ing. (FH) Paul Heinz Bruder, der in den letzten Jahren bereits wesentlich an der positiven Weiterentwicklung beteiligt war, wird nun als Hauptgeschäftsführer alle wesentlichen Entscheidungen treffen. Er ist mit seiner Erfahrung für moderne Betriebsführung und zukunftsträchtige Artikelentwicklung Garant für weiteres Wachstum am jetzigen Betriebsstandort in Fürth-Burgfarrnbach und setzt damit die Familientradition fort.
  • 1999: Gründung eines Vertriebsbüros mit der Firmierung Bruder Toys America Inc. in Gardena, Kalifornien, USA, unter der Leitung von Beate Caso, Tochter von Heinz und Elfriede Bruder.
  • 2000: Die positive Entwicklung der Firma konnte durch weitere erfolgreiche Neuentwicklungen fortgesetzt werden. Am Standort Fürth-Burgfarrnbach werden momentan ca. 180 Mitarbeiter beschäftigt. Die firmeneigene Ausbildung ist aufgrund von Engpässen am Arbeitsmarkt für Fachpersonal, auf momentan 11 Auszubildende erhöht worden.
  • 2001: Die Exportquote übersteigt nunmehr die 50-%-Marke. Investitionen in den Ankauf einer benachbarten Grundstücksfläche, so dass der Grundstein einer weiteren Expansion gelegt ist. Im Juni konnte der 70. Geburtstag von Seniorchef Heinz Bruder gefeiert werden.
  • 2002: Im November Beginn der Erdaushubarbeiten für den Neubau einer Lagerhalle auf dem angekauften Nachbargrundstück
Neues Logo der Firma seit 2003
  • 2003: Um der allgemein schlechten Ausbildungssituation auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken, fand im Juni ein „Bayerischer Tag der Ausbildung“ statt. Hier wurde BRUDER als Vorzeigebetrieb geehrt, da die Anzahl der Auszubildenden auf 17 erhöht wurde. Am 12. September 2003 erfolgte die Inbetriebnahme eines neu errichteten Logistikzentrums an der Bernbacher Str. 150. Das Gebäude mit 6.000 Quadratmetern Lagerfläche und 10 Metern Lagerplatzhöhe wird durch den bayerischen Innenminister Dr. Günther Beckstein in Betrieb genommen. Das hierfür erforderliche Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 5 Mio. EUR. Des weiteren wurde in 4 neue Spritzgießmaschinen sowie in ein CNC-Fräscenter investiert.
  • 2004: Trotz der anhaltenden Binnenkonjunkturschwäche und des damit verbundenen schlechten Inlandkonsumklimas, konnte durch einen Anstieg der Exportquote auf mehr als 60 % das Vorjahresergebnis erreicht werden. Im Sommer erfolgte der Startschuss für die Entwicklung der neuen BRUDER mini-Serie, die 2005 auf den Markt kommen wird. Den Anfang bilden Mini-Traktoren im Maßstab 1 : 128 mit viel funktionsfähigem Zubehör; die Besonderheit besteht in dem beigelegten Schraubenzieher und der Schlüsselringkette, mit denen der Spielzeug-Traktor zum Schlüsselanhänger umfunktioniert werden kann. Neugestaltung des Firmenlogos.
  • 2005: Dank der erfolgreichen Markteinführung der neuen BRUDER mini-Serie sowie einer konsequenten Markenpflege kann ein Umsatzplus erzielt werden. Aufgrund der anhaltend schlechten gesamtwirtschaftlichen Situation bleibt die Kostenseite jedoch angespannt. Die in die Höhe geschnellten Rohstoffpreise, z. B. für Rohöl, sowie für Energie sind hier im Besonderen anzuführen.
  • 2006: Das US-Büro Bruder Toys Amercia Inc. erwirbt ein eigenes Büro- und Versandgebäude und verlagert den Firmensitz von Gardena, Kalifornien nach Hawthorne, Kalifornien.
  • 2007: Im Mai erhält Seniorchef Heinz Bruder vom Sparkassenverband Bayern den Bayerischen Gründerpreis in der Kategorie Lebenswerk für seine herausragende unternehmerische Leistung. Mit der Durchführung von Umbauarbeiten vorwiegend im Verwaltungsgebäude sind die Weichen für die weitere Firmenzukunft gestellt.
  • 2008: Im Herbst erfolgt der Startschuss für die neue BRUDER-Website www.bruder.de! Mit der aufwendigen Neugestaltung seines Internetauftritts verfügt BRUDER nun über ein innovatives Informations- und Kommunikationsinstrument, welches von Kunden und Endverbrauchern gleichermaßen begeistert genutzt wird.
  • 2010: Zur Erweiterung des Logistikzentrums wird im Sommer 2010 mit dem Bau einer neuen Lagerhalle begonnen. Nach Fertigstellung wird die Halle mit einer Nutzraumhöhe von ca. 16,5 Metern über ca. 10.000 Quadratmeter Lagerfläche verfügen. Das moderne Hochregallager wird dem zukünftigen Kapazitätsbedarf gerecht.
  • 2011: Einführung von bworld, einer neuen Produktlinie. Der Name bworld steht für „bruder Welt“ und umfasst ein Spielsystem. Es besteht aus modularen Gebäuden sowie Tieren und Figuren mit zahlreichem Zubehör aus hochwertigem technischen Kunststoff. Die Besonderheit liegt zum einen in den Figuren, die voll funktionsfähig sind und zudem realistisch aussehen und zum anderen in der Vielseitigkeit, zumal bworld kompatibel mit den Spielfahrzeugen der Profi-Serie im Maßstab 1 : 16 ist, so dass dem Spielvergnügen keine Grenzen gesetzt sind. Die Altersempfehlung lautet für Kinder von 3 – 10 Jahren. Seniorchef Heinz Bruder, der nach wie vor in beratender Funktion im Unternehmen tätig ist, feiert seinen 80. Geburtstag.
  • 2012: Fertigstellung der im Jahr 2010 begonnenen Lagerhalle mit 15.000 Palettenstellplätzen. Ebenfalls konnte die Erweiterung der Spritzerei abgeschlossen und eine neue energieeffiziente Kühlanlage in Betrieb genommen werden.[1]
  • 2018: Der Umsatz wurde auf 79 Mio. Euro gesteigert, 70 Prozent davon werden im Ausland generiert. Die Mitarbeiterzahl stieg auf rund 500.[2]

Produkte[Bearbeiten]

Derzeit bietet die Fa. Bruder drei Produktlinien an:

  • DIE PROFI-SERIE: Detailgetreue LKWs, Baufahrzeuge, Kommunalfahrzeuge, Traktoren und landwirtschaftliche Anhängefahrzeuge und Geräte mit zahlreichen originalgetreuen Funktionen im Maßstab 1 : 16 aus hochwertigem Kunststoff
  • bworld: Ergänzung der PROFIE-SERIE mit zusätzlichen Elementen wie Figuren und Gebäude für eine komplette Spielwelt
  • ROADMAX: robuste Spielfahrzeuge für Kinder ab 2 Jahren aus den Bereichen Landwirtschaft, Baustelle und Kommunalwesen[3]

90 Prozent dieser Produkte werden in Burgfarrnbach gefertigt, 10 Prozent im Zweitwerk in Tschechien.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Juni 2015: "Most Innovative Brand Award 2015"
  • Juni 2016: "Most Innovative Brand Award 2016"
  • 21. Juni 2017: "Most Innovative Brand Award 2017"

Literatur[Bearbeiten]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Nicole Netter: Bei Bruder lenkt ein Überzeugungstäter die Geschäfte. In: Fürther Nachrichten vom 2. Februar 2012 - online abrufbar
  • Christina Merkel: Stadtmuseum Fürth eröffnet Sonderausstellung. In: Nürnberger Zeitung vom 17. Februar 2012 - online abrufbar
  • Nicole Netter: Unaufgeregt ans Ziel - Hersteller Bruder schafft Klassiker fürs Kinderzimmer. In: Nürnberger Nachrichten vom 2. Februar 2018 (Druckausgabe)
  • Nicole Netter: An der Tradition festhalten und dabei Neues anpacken. In: Fürther Nachrichten vom 31. Januar 2019 (Druckausgabe)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internetauftritt der Fa. Bruder / Firmengeschichte
  2. Nicole Netter: An der Tradition festhalten und dabei Neues anpacken. In: Fürther Nachrichten vom 31. Januar 2019
  3. Internetauftritt der Fa. Bruder / Sortiment
  4. Nicole Netter: An der Tradition festhalten und dabei Neues anpacken. In: Fürther Nachrichten vom 31. Januar 2019

Bilder[Bearbeiten]