Frauen sichtbar machen
Women in Red: Frauen sichtbar machen ist ein Projekt der Unabhängigen Frauen Fürth. Das Projekt hat das Ziel, vor allem Fürther Frauen „sichtbar“ zu machen, im öffentlichen ebenso wie im virtuellen Raum.
Aktuelles
Am 6. März 2025 fand die Lesung, „Wir machen Frauenleben sichtbar“ ein literarischer Rundgang im Stadtmuseum Fürth, im Zuge der Abendkultur statt, das aufgrund der hohen Nachfrage am 24. Mai um 14:00 Uhr wiederholt wird. Aus diesem Projekt entstand das Buch „Frauen sichtbar machen“, erhältlich vor Ort. Literarische Geschichten über Fürther Frauen, die, teils unter Lebensgefahr, unerkannt gewirkt und viel bewirkt haben, wie beispielsweise Flakhelferinnen, Einlegerinnen, Ärztinnen sowie bekannte historische Persönlichkeiten.
Virtueller Raum
Im Internet sind Frauen weniger präsent als Männer, so z.B. in Wikipedia, in der Frauen unterrepräsentiert sind (Stand 2018: 9%).[1] Initiiert von den UFF-Frauen Brigitte Stenzhorn und Elke Heinemann hat sich eine Wiki-Gruppe gebildet, die Frauen motiviert, sich einzubringen durch Vorschläge, Recherche, Artikel schreiben oder aktives Einpflegen in die Online-Enzyklopädien Wikipedia und FürthWiki. Jede Unterstützung ist willkommen.
Auftaktveranstaltung
Gemeinsam mit dem FürthWiki e. V. und dessen Schreibprojekt „Women in Red“ sowie dem Frauenforum Fürth startete das Projekt „Frauen sichtbar machen“ am 29. März 2023 im FürthWiki-Laden in der Gustavstraße 12.
Folgetermine
Aktuell treffen sich die Interessierten in der Regel am ersten Donnerstag im Monat von 17:00 bis 20:00 Uhr.[2]
Öffentlicher Raum
In verschiedenen Performances macht UFF auf die geringe Präsenz im öffentlichen Raum aufmerksam, so beispielsweise bei der Verwandlung des Drei-Herren-Brunnens in den „Drei-Frauen-Brunnen“ oder der Umbenennung „männlicher“ Straßen in „weibliche“.
So sind 241 Straßen in Fürth nach Männern benannt und lediglich 23 nach Frauen. Auch in jüngerer Zeit hat sich an diesem Missverhältnis wenig geändert. Seit 2010 wurden in 22 Fällen Straßen nach Prominenten benannt: 19 davon waren männlich, drei weiblich (Stand 2022).
Ein Antrag beim Ältestenrat, dieses Ungleichgewicht abzumildern, scheiterte. Das Frankenfernsehen wurde auf die Aktionen aufmerksam. Brigitte Stenzhorn, 2. Vorsitzende UFF und Gabriele Zapf (Stadträtin und UFF-Mitglied) sowie Kamran Salimi (Stadtrat) beziehen dazu in einem Beitrag des Frankenfernsehens vom 14. April 2022 Stellung.[3]
Literatur
- Barbara Ohm: Die andere Hälfte - Zur Geschichte der Frauen in Fürth. In: Frankenland - Zeitschrift für für fränkische Geschichte, Kunst und Kultur, 2023, Heft 3 (September), S. 132-156
- UFF e.V. (Hrsg.): Frauen sichtbar machen, Fürth, 2025
Lokalberichterstattung
- Fokus Fürth: Neuregelung bei geschlechtergerechter Vergabe von Straßennamen: Antrag scheitert. In: Franken Fernsehen vom 14. April 2022 - online
- Frauen fordern: Mehr Frauennamen für Fürths Straßen!. In NN.de vom 12. Juli 2022 - online (NN+)
- Ralph Stenzel: Women in Red – grün soll’n sie werden!. In: Vereinsblog von FürthWiki e. V. vom 8. Januar 2023 - online
- Ralph Stenzel: Frauenpower. In: Vereinsblog von FürthWiki e. V. vom 2. April 2023 - online
Siehe auch
Weblinks
- Unabhängige Frauen Fürth - Homepage