Horst Müller

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Horst Müller (geb. 5. November 1960 in Altdorf) ist seit dem 1. August 1998 berufsmäßiger Stadtrat (CSU) und derzeitiger Wirtschaftsreferent der Stadt Fürth. Zudem ist er als Geschäftsführer des Forums Wissenschaft der Europäischen Metropolregion Nürnberg tätig.[1]

Ausbildung[Bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Müller zunächst Jura in Passau. Es folgte die Belegung der Studiengänge Philosphie, Politikwissenschaften und Geschichte bevor sich Müller endgültig für ein Studium der Betriebswirtschaft entschied. Die erste Anstellung erfolgte nach dem Studium bei der Firma Diehl in Nürnberg. Die Firma Diehl bot Horst Müller nach ca. fünf Jahre die Position des Controlling-Vorstandes an, was Horst Müller aber ausschlug. Er wechselte stattdessen zur Stadt Neumarkt in der Oberpfalz und arbeitete dort von 1994 bis 1998. Nach der Wahl des CSU-Oberbürgermeisters Wilhelm Wenning wurde Horst Müller 1998 in Fürth zum neuen Wirtschaftsreferenten gewählt.

Leistungen[Bearbeiten]

Unter der Leitung von Müller erfolgte u. a. die Konversion des ehemaligen Grundig-Firmensitzes in einen Wissenschaftsstandort, die Uferstadt. Er schuf so die Keimzelle des Wandels von der Industrie- zur Innovations- und Wissenschaftsstadt. Nach dem Abzug der US Army aus Fürth waren weitere Flächen für eine Umwandlung freigeworden. Müller betrieb dort die Errichtung von Gewerbeparks z.B. im Golfpark Fürth oder in der Südstadt. Müller half auch, mit der Neuen Mitte, dem Hornschuch-Center oder dem Carré Fürther Freiheit neue Impulse für den Einzelhandel in Fürth zu setzen. Zudem ist Müller auch bei der SpVgg Greuther Fürth als Fan und in verantwortlicher Position engagiert.

Spitzelaffäre[Bearbeiten]

Horst Müller war 2006 in die Spitzel-Affäre der bayerischen Staatskanzlei involviert. Müller gab zu, dass am Ende eines Telefonats mit dem Büroleiter des damaligen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber, Michael Höhenberger, "auch kurz persönliche Angelegenheiten der Landrätin (Gabriele Pauli) zum Gesprächsgegenstand".[2] wurden.[3] Höhenberger musste zurücktreten und auch Dr. Stoiber selbst geriet zusehends unter Druck. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete Müller als "die Schlüsselfigur der Affäre".[2]

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Wolfgang Händel: „Fürth ist meine emotionale Heimat” - Horst Müller, seit 20 Jahren städtischer Wirtschaftsreferent, über Höhepunkte, Pleiten und Mentalitäten; (Interview). In: Fürther Nachrichten vom 25. August 2018 (Druckausgabe)
  • Ein Altdorfer trägt das Kleeblatt tief im Herzen. In: Fürth StadtZeitung, Nr. 16 vom 12. September 2018, S. 4 – PDF-Datei

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Metropolregion Nürnberg - online abrufbar
  2. 2,0 2,1 "Wende in der Spitzel-Affäre: Stoibers Büroleiter muss gehen", Süddeutsche Zeitung, Artikel vom 22.12.2006
  3. "Horst Müller legt nach", Fürther Nachrichten, Artikel vom 23.12.2006

Bilder[Bearbeiten]