Trix

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Logo der Marke Trix Express

Die TRIX Modelleisenbahn GmbH & Co. KG ist ein traditionsreicher Spielwarenhersteller, besonders bekannt für seine Metallspielwaren, allen voran die Modelleisenbahnen Trix Express und Minitrix.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Fürther Unternehmer Ernst Voelk, Trix-Eigner von 1938 bis 1965.

Das Unternehmen ging aus einem 1838 vom Zinngießermeister Johann Haffner in Fürth gegründeten Betrieb hervor. 1898 wurde der Betrieb nach Nürnberg verlegt. Unter dem Namen Bing wurde das Unternehmen für seine Spitzenprodukte aus Zinn nach Entwürfen namhafter Künstler berühmt.

1925 fusioniert das Unternehmen Haffner mit den Vereinigten Spielwarenfabriken Andreas Förtner. 1928 übernimmt Stephan Bing das Unternehmen und bringt das Wissen zum Modelleisenbahnbau ein. 1931 wurde der Name Trix international angemeldet, die Produktion ganz auf Metallspielwaren, Puppenstuben, Kaufladenartikel und vor allem die Entwicklung der Modelleisenbahnen umgestellt: 1935 erschien die Dreileiter-Modellbahn Trix Express im Maßstab H0.

1938 erwarb der Fürther Metallspielwarenfabrikant Ernst Voelk das Unternehmen weit unter Wert für 537.000.- RM, da die Eigentümer rund um dem Mehrheitseigentümer Oppenheimer jüdischen Glaubens waren und unter dem NS-Regime zu günstigem Verkauf gezwungen waren.

1949 kam es zu einem Interessenausgleich mit den alten Eigentümern bzw. deren Erben: Die TTR-Gruppe erhielt an der Trix GmbH einen Anteil von 51 %, Ernst Voelk behielt bis 1962 49 %.

1952 stiegen die Anteilseigner rund um H. Oppenheimer und die Nachfahren Bings endgültig aus dem Unternehmen aus. Ernst Voelk wollte daraufhin die gesamte TRIX-Produktion unter dem Namen seiner eigenen Firma, der Ernst Voelk KG weiterführen, was ihm aus rechtlichen Gründen verwehrt blieb. So benannte er sein Unternehmen in TRIX Vereinigte Spielwarenfabriken Ernst Voelk KG um, die alte Firma TRIX wurde noch im Dezember 1954 in TRIX Spielwaren GmbH umbenannt und diente, mit der Johann Distler KG als einzigem Anteilseigner, ausschließlich als Auslieferer für die neue Firma. Die TRIX Spielwaren GmbH wird 1959 aufgelöst und geht in die Johann Distler GmbH über.

1964 kamen die ersten elektrisch betriebenen Modelle der Serie Minitrix auf den Markt, Stiefsohn Günther Kurz hatte 1959 erste unmotorisierte Modelle entworfen. Am 31. Dezember 1965 verkaufte Ernst Voelk Trix an die Wassag AG, Essen, zu der auch der Puppenhersteller Schildkröt gehörte.

Zum 1. Januar 1997 übernahm der Konkurrent Märklin das Unternehmen und behielt die Produktion in Nürnberg zunächst bei, ehe 2009 die Schließung bekanntgegeben wurde.

Neuer Eigentümer ab 2006 ist Kingsbridge Capital, London, ein Unternehmen der HARDT GROUP. Die Marken Märklin, Trix und Minitrix werden fortgeführt.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erhard Schraudolph: Trix, Vereinigte Spielwarenfabriken GmbH. In: Michael Diefenbacher; Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg: W. Tümmels Verlag, 1999, ISBN 3-921590-69-8 - im Internet
  • Monika Berthold-Hilpert: Arisierung. In: Michael Diefenbacher; Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg: W. Tümmels Verlag, 1999, ISBN 3-921590-69-8 - im Internet


Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Rolf Syrigos: Die Welthauptstadt der Modell-Eisenbahnen - Die erste Lok fuhr mit brandgefährlichem Spiritus. In: Nürnberger Zeitung Nr. 101 vom 4. Mai 2009, Nürnberg plus, S. + 1 - online abrufbar

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Trix Online: Der Internet-Server der Gebr. Märklin & Cie. GmbH - im Internet
  • Torsten Schirdewahn: Die Geschichte der Firma TRIX - im Internet
  • Firmen-/Familiengeschichte Haffner - Trix - Schildkröt im Internet

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Petra Kaufhold und Harald Drost: Modellbahnhersteller - im Internet