Dipl. sc. pol. Univ. Tobias Winkler (geb. 1978 in Nürnberg) ist Diplom-Politologe und seit 2021 direkt gewählter Abgeordneter der CSU im Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Fürth 243. Winkler ist verwitwet, erneut verheiratet und Vater einer Tochter.

Leben und Wirken

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Winkler in Roßtal. Nach dem Abitur studierte er von 1999 bis 2005 Politische Wissenschaften an der Hochschule für Politik München (HfP). Seine Studienschwerpunkte waren nach eigenen Angaben Europäische Integration, Internationale Politik und Volkswirtschaftslehre. Während seines Studiums arbeitete Winkler in der logistischen Organisation des Athletendorfes bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2001 bis 2002 in München und war während dieser Zeit auch Erster Vorstand der Organisation "Studenten im Olympiazentrum". In seiner Freizeit spielte er Handball und war als Leichtathlet u.a. beim LAC Quelle Fürth/München v. 1860 aktiv.

Politisches Wirken

Im Jahr 2002 wurde Winkler mit 24 Jahren ehrenamtlich in den Marktgemeinderat von Roßtal gewählt, dem er bis 2007 angehörte. Zunächst war er Sportreferent, wurde 2005 CSU-Fraktionsvorsitzender und war weiterer Stellvertreter des Bürgermeisters des Marktes Roßtal. Gleichzeitig arbeitete Winkler ab 2005 als Büroleiter des Vizepräsidenten und CSU-Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Dr. Ingo Friedrich. Mit Ausscheiden Dr. Friedrichs aus dem Parlament im Jahr 2009 wechselte Winkler als Büroleiter zum ehem. Präsidenten des Europäischen Parlaments Dr. Hans-Gert Pöttering. Die Funktion bekleidete er bis einschließlich 2014. Ab 2015 arbeitete Winkler als Leiter des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in München und vertrat die Institution in Bayern und Baden-Württemberg gegenüber den Staatsregierungen, den Landtagen und Kommunen bzw. Vereinen, Verbänden und Organisationen. Parallel war er von 2016 bis 2020 Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.[1]

2013 kandidierte Winkler auf der Landesliste der CSU für den Bay. Landtag, allerdings auf einem nicht aussichtsreichen Platz. Im Juni 2021 wurde Winkler für die Bundestagswahl im September 2021 nominiert, nachdem sein Vorgänger Christian Schmidt überraschenderweise nicht mehr zur Wahl antrat. Winkler wurde am 25. Juni 2021 mit 92,7 Prozent der abgegebenen Stimmen auf der Delegiertenversammlung der CSU im Wahlkreis Fürth zum Nachfolger Schmidts gewählt. Einen Gegenkandidaten gab es nach eigenen Aussagen bzw. Pressestimmen nicht.[2]

Am 26. September 2021 gelang ihm der Einzug als Direktkandidat in den 20. Deutschen Bundestag. Mit 33,5 % der Erststimmen konnte er sich gegen seine Herausforderer Carsten Träger von der SPD (24 %) und Uwe Kekeritz von den Grünen (13,8 %) klar absetzen.

Sonstige Mitgliedschaften / Aktivitäten

Winkler ist Mitglied zahlreicher Vereine und Verbände, darunter die Europäische Bewegung Bayern, die Europa-Union, der Landschaftspflegeverband Mittelfranken, der Männergesangsverein v. 1869 Roßtal und der TSV Roßtal. Außerdem ist er Vorstand der Marktplatz-Kärwaburschen Roßtal.

Lokalberichterstattung

  • Armin Leberzammer: Neuer CSU-Direktkandidat: Klares Votum für Tobias Winkler. In: Fürther Nachrichten vom 26. Juni 2021 - online abrufbar
  • Luisa Degenhardt: Wahlkreis Fürth: Der Sieger heißt Tobias Winkler. In: Fürther Nachrichten vom 26. September 2021 - online abrufbar

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lebenslauf Tobias Winkler - Verbindungsbüro München - Stand Mai 2021 - online abrufbar
  2. Armin Leberzammer: Neuer CSU-Direktkandidat: Klares Votum für Tobias Winkler. In: Fürther Nachrichten vom 26. Juni 2021

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