das Fürther Helene-Lange-Gymnasium. Außer den obligatorischen Basaren mit Winter- und Weihnachtsutensilien gewährte man nun den Eltern Einblick in den Unterrichtsablauf in Chemie, Physik und Biologie. Zum Abschluss traf man sich in der Mensa zur leiblichen Stärkung. Die griechische Gemeinde in Fürth richtete auf eigene Kosten eine Vorschule ein, in der die Kinder in ihrer Muttersprache unterrichtet wurden, damit sie später an den griechischen Grundschulen besser zurechtkommen. Dazu unterrichtete eigens eine Pädagogin aus Griechenland. Der Verkehrsausschuss des Fürther Stadtrates beschloss eine erhebliche Ausweitung der „Parkuhrenzone“. Neue „Groschengräber“ sollten demnächst in der Hall-, Alexander- Friedrich- und Moststraße entstehen. Mittwoch, 25. November 1981 Die SpVgg erbte in Reichenschwand ein halbes Haus sowie die Hälfte eines Barvermögens. Die andere Hälfte erhielten die Nachbarn des Verstorbenen. Der Gesamtwert für das Kleeblatt bewegte sich um die 80.000 DM. Der betagte Kleeblattfan Hans Erdenkäufer hatte beim Notar ein entsprechendes Testament hinterlegt. Seine Verwandtschaft ging leer aus. Das Landesvermessungsamt München brachte eine alte Grundrisskarte von Fürth aus dem Jahre 1822 als Nachdruck heraus. Da gab es noch keine Bahnlinie, die Gustavstraße hieß noch „Bauerngasse“ und die untere Königstraße noch „Untere Frankfurter Straße“. Das Fachgeschäft „Hosen-Eck“ an der Schwabacher Straße 58 feierte sein 25-jähriges Bestehen. Im November 1956 hatte man im bescheidenen Rahmen begonnen, 1962 das Geschäft um 40 qm im Rückgebäude vergrößert. 1973 wurden schließlich die Ladenräume links und rechts vom Eingang (vormals Nähmaschinen-Singer) mit weiteren 60 qm einbezogen. Manch einer kennt vielleicht noch den Werbespruch von damals: „Karo, das Reißen hat keinen Zweck, denn die Hose ist von Hosen-Eck!“ Donnerstag, 26. November 1981 Im Hardenberg-Gymnasium gestaltete die Unterstufe eine Modenschau, die eine besondere Note dadurch erhielt, dass man sie als originelle Verbindung mit Gymnastik und tänzerischen Darbietungen aufzog. Die Schülerinnen der Klassen 5 bis 7 fungierten dabei als Mannequins. Auch die Moderation wurde von Schülern übernommen. Die zahlreich erschienenen Eltern erwiesen sich als dankbares Publikum. Kunden und Personal staunten nicht schlecht, als plötzlich Nationalspieler Paul Breitner und Frau im QuelleKaufhaus an der Freiheit auftauchten. Der Elite-Kicker war einer privaten Einladung gefolgt. Trotzdem blieb es nicht aus, dass Autogrammwünsche an ihn herangetragen wurden. Breitner signierte geduldig die gereichten Utensilien der Fans. Langsam auf die Beine kamen die Tischtennis-Asse der DJK Fürth in der Mittelfrankenliga. Nach einem Doppelspieltag mit zwei Siegen stand das Team mit Paetzold, Bohrer, Bader, Troßmann, Wehrfritz und Roth mit 8:8 Punkten endlich im Mittelfeld der Tabelle. Freitag, 27. November 1981 Die Stadt Fürth zählte ab sofort zu den wenigen fränkischen Städten, die ein nicht staatliches Museum in ihren Mauern beherbergte. OB Scherzer übergab im Festsaal des Burgfarrnbacher Schlosses den Schlüssel zum neuen „Stadtmuseum“ an Archivdirektor Ammon. Bereits 1937 hatte der damalige Stadtarchivar Dr. Schwammberger 14 Räume im alten Krankenhaus an der Schwabacher Straße eingerichtet. Die Freude währte jedoch nur kurz. 1945 musste das Gebäude für Flüchtlinge geräumt werden. Vorläufiger Höhepunkt des „Stadtmuseums“ war ein komplett eingerichtetes Biedermeier-Zimmer. Heute befindet sich das Stadtmuseum in der Ottostraße. Nach knapp neun Monaten im Exil konnte die Auferstehungsgemeinde ihr Gotteshaus wieder beziehen. Nach gründlicher Renovierung präsentierte sich das Gotteshaus am Stadtpark in einer neuen Farbgebung, die Helligkeit und Wärme ausstrahlte. Die gesamte Innenrenovierung samt Beleuchtung und Lautsprechersystem hatte über eine halbe Million Mark verschlungen. Stadttheater Fürth: „Anne Karin“, Chansons. Samstag, 28. November 1981 Auf der Fürther Freiheit wurde bei nasskalter Witterung der „Weihnachtsmarkt“ eröffnet. Das Christkind, eine Kollegiatin am Helene-Lange-Gymnasium, sprach von einem erhöhten Podest neben der Weihnachtskrippe bei verdunkeltem Marktgelände den Prolog. Der CVJM-Posaunenchor umrahmte die Eröffnung. 1981 hatte das Stadtentwicklungsamt erstmals Mühe, genügend Beschicker für den Weihnachtsmarkt zu finden. Was kosteten damals in Fürth Fahrstunden zum Erwerb des Führerscheins der Klasse 3? In Anzeigen in den FN boten die Fahrschulen Krammer und Gruber die Übungsfahrstunde zu 29,50 DM an, die Nacht- und Überlandfahrt kostete je 45,-- DM, die Autobahn 50,-- DM. Außerdem wurde zu Beginn des Kurses eine Grundgebühr in Höhe von 195,-- DM fällig. Stadttheater Fürth: „König Artus und seine Tafelrunde“, Stück von Tomaschewski (Pantomimentheater Breslau).
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