Bei Regen und Wind hatte der „Bügeltrunk“ in Form von Glühwein und Apfelkorn eine erhöhte Bedeutung. Die Route führte nach Kreppendorf und in einer Schleife wieder zurück nach Burgfarrnbach. Stadttheater Fürth: „Festival Strings Lucerne“, Konzert. Mittwoch, 18. November 1981 Mit einem Kostenaufwand von rund 65.000 DM hatte die Oberfinanzdirektion Nürnberg das Labor der Zolllehranstalt Fürth an der Gebhardtstraße auf den neuesten Stand bringen lassen. Dies war dringend nötig gewesen, hatte doch allein die Gutachtertätigkeit in den letzten Jahren um 600% zugenommen. In der neuen „Giftküche“ konnte jetzt die chemotechnische Beschaffenheit von Waren festgestellt werden. Damit sollten Fälschungen aufgedeckt und schädliche Produkte von den Verbrauchern ferngehalten werden. Nun ließen auch die „Treuen Husaren“ im Saal des „Schwarzen Kreuz“ den Fasching dämmern. Dazu waren auch Abordnungen aus Orten der Umgebung erschienen. Nach der Vorstellung von Aktivenkorps und Tanzgarden hieß es „Bühne frei“ für ein buntgemixtes und witziges Programm. Ausblick: Am 23. Januar 1982 sollte in der TuspoHalle der traditionelle „Manöverball“ stattfinden. Stadttheater Fürth: „Elias“, Oratorium von Mendelssohn-Bartholdy (Lehrergesangverein Fürth). Freitag, 20. November 1981 Beim Ehrenabend der SpVgg im Saal des „Grünen Baum“ stand Torhüter Peter Löwer im Mittelpunkt. Er beendete seine Karriere und wurde deshalb für „hervorragende Verdienste“ geehrt. Löwer wurde mit Beifall überschüttet. Der „Peter“ hatte seit 1963 in insgesamt 680 Spielen für das Kleeblatt im Tor gestanden. Eine Schulterverletzung zwang das 37-jährige Idol jetzt zum Aufhören. Viele Punkte für die SpVgg gingen auf die Fangkünste Löwers zurück. Die Presse sprach teilweise vom „FC Löwer“, wenn die SpVgg einen Sieg über die Runden brachte. Präsident Liebold versprach dem untadeligen Sportstmann ein Abschiedsspiel gegen Borussia Mönchengladbach bei nächster Gelegenheit im Ronhof. Stadttheater Fürth: „Geschichte eines Pferdes“, Schauspiel von Tolstoi/Rosowskij (Euro-Studio). Das Fürther Filmprogramm zur Monatsmitte: „Der Herr der Ringe“ Kronprinz – Kino 1), „Das Dschungelbuch“, 2. Woche (Kronprinz – Kino 2), „Countdown zur Hölle“ (Kronprinz - Kino 3), „Cap und Capper“ (City), „Jäger des verlorenen Schatzes, 4. Woche (Condor), „Excalibur“ (Country) sowie „Outland – Planet der Verdammten“ (Clou). Samstag, 21. November 1981 Am Buß- und Bettag führte der Lehrergesangverein Fürth aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens Mendelssohns „Elias“ im Fürther Stadttheater auf. Dabei bekam Chorleiter Ruhland in Anbetracht seiner Verdienste von Staatssekretär Dr. Vorndran die „Zeltner-Plakette“ überreicht. Dirigent, Orchester, Chor und Solisten wurden am Schluss reichlich gefeiert. Eine gewaltige Detonation erschütterte nachts die Fürther Altstadt. Eine Gasexplosion führte im Haus Blumenstraße 53 zu einem Schaden von mindestens 200.000 DM. Die Wohnungen dort waren soeben alle renoviert, glücklicherweise jedoch noch nicht bezogen worden. Die Druckwelle hatte eine 25 cm dicke Mauer nach außen gedrückt und die Dachziegel abgehoben. Die abstiegsgefährdete SpVgg verpflichtete den 45-jährigen Lothar Kleim als Nachfolger für den entlassenen bzw. beurlaubten Trainer Hans Dieter Roos. Der ehemalige Schalker Vertragsspieler hatte sich schon vor Saisonbeginn im Ronhof beworben, doch war ihm Roos vorgezogen worden. Kleim erhielt einen Vertrag bis 30. Juni 1982. Interimstrainer Gerhard Pankotsch sollte einstweilen Assistenztrainer bleiben. Montag, 23. November 1981 Die „kommunalpolitische Arbeitsgemeinschaft der SPD“ hatte zu einer Podiumsdiskussion geladen. Das Stadtbild Fürths stand dabei im Vordergrund. In der Kritik der Bürger stand vor allem das hässliche Gebäude der Bundespost Ecke Schwabacher und Theresienstraße. Die Post war nicht bereit, die Fassade durch entsprechende Auflockerungen „erträglicher“ zu gestalten. Mit einer ohne jegliche Zwischenfälle verlaufenden Fackeldemonstration von etwa 250 Personen, einer Schweigestunde in der Fußgängerzone und einer „Friedensfete“ im Jugendhaus am Lindenhain war am Freitagabend der Schlusspunkt unter die Friedenswoche des Komitees „Frieden durch Abrüstung“ gesetzt. Im DGB-Haus an der Fürther Freiheit war dazu die Ausstellung „Frieden auf Erden“ zu sehen. Wegen des Fußball-Länderspiels zur WM-Qualifikation Deutschland gegen Bulgarien (4:0) blieb die SpVgg an diesem Wochenende spielfrei. Stadttheater Fürth: „Die erste Million ist die schwerste“, Komödie von Beens (Hermes-Theaterproduktion). Dienstag, 24. November 1981 Immer mehr Schulen gingen dazu über, sich in der Vorweihnachtszeit der Elternschaft zu präsentieren. So auch
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