Die SpVgg gewann ihr Heimspiel im Ronhof vor 3500 Zuschauern gegen den Freiburger FC mit 2:1. Tore für Fürth durch Weber und Ritschel. Damit verbesserte man sich auf Rang 16 der Tabelle. Stadttheater Fürth: „Die Hochzeit des Figaro“, Oper von Mozart (Fachakademie für Musik Nürnberg). Dienstag, 27. Oktober 1981 Das Fürther BRK leistete spontane Hilfe. 19 Asylanten aus dem Ostblock wurden im Zirndorfer Sammellager nicht aufgenommen, da sie noch nicht ärztlich untersucht waren. Daraufhin wurden sie von BRK-Arzt Dr. Grabner im Altenheim an der Würzburger Straße untersucht und in Gasthäusern des Landkreises für eine Nacht untergebracht. Am Montag standen die Asylanten dann mit ihren Bescheinigungen vor den Toren des Sammellagers Zirndorf, wo sie dann eingelassen wurden. Zwischen 30 und 40 Personen – meist Erwachsene mit Kleinkindern – nutzten die Gelegenheit, im Jugendhaus am Lindenhain neue Brettspiele auszuprobieren. Mitarbeiter des Fürther Jugendamtes gaben dazu Hilfestellung. Auffallend: Die Altersgruppe der Zwölf- bis 17-jährigen fehlte fast völlig. Die hatten wohl andere Interessen. Mittwoch, 28. Oktober 1981 Auszeichnung aus hoher Hand: Der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Ministerpräsident a.D. Dr. h.c. Alfons Goppel, kam persönlich nach Fürth, um 101 Männer und Frauen zu ehren, die 75mal oder öfter Blut gespendet hatten. Die Geehrten kamen aus der gesamten mittelfränkischen Region. Sie erhielten Plaketten, Medaillen und Urkunden. Am fleißigsten war ein Zirndorfer, der sich 124mal anzapfen ließ. 1980 hatten sich 4961 Fürther die Nadel ins Fleisch drücken lassen, was 2,6% der gesamten Bevölkerung entsprach. Stadttheater Fürth: „Ärztinnen“, Schauspiel von Hochhuth (Tourneetheater Greve). Donnerstag, 29. Oktober 1981 Die Fürther Taxifahrer schlossen sich einer bundesweiten Protestaktion an. Sie forderten in einer Resolution, den vom Bundeskabinett geplanten Wegfall des Vorsteuerabzugs für PKW-Betriebe des öffentlichen Personenverkehrs nicht Wirklichkeit werden zu lassen und die Beschäftigung von Aushilfskräften nicht der Sozialversicherungspflicht zu unterwerfen. Die Fürther Taxler spürten auch den Wegfall der Straßenbahn deutlich. Da mit dem flächendeckenden Bussystem in Fürth mittlerweile von einem zum anderen Stadtrand gefahren werden konnte, ging die Nachfrage nach Taxifahrten im Stadtgebiet zurück. Der bekannte Fürther Maler Johannes Schopper feierte seinen 80. Geburtstag. Er war seit über 50 Jahren in seinem Fürther Atelier freischaffend tätig. Er ging einst bei dem Nürnberger Maler Rudolf Schiestl „in die Lehre“. Seit 30 Jahren unterrichtete Schopper auch mit Malkursen an der VHS Fürth. Der Künstler schuf auch zahlreiche Plastiken und Skulpturen. Seit 1979 war Johannes Schopper Träger der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Freitag, 30. Oktober 1981 Hatte der Fürther Unterhaltungskonzern Grundig sein „Ertragstal“ durchschritten? Tatsache war, dass im Geschäftsjahr 1980/81 erstmals in der Geschichte des Unternehmens Verluste in Höhe von 187 Mio DM entstanden waren. 1979/80 war noch ein Gewinn in Höhe von 34 Mio DM ausgewiesen worden. Durch Werksschließungen und innerbetriebliche Umstrukturierungen war es gelungen, die Verlustzone wieder zu verlassen. Seit September 1981 schrieb man angeblich wieder schwarze Zahlen. In nichtöffentlicher Sitzung wurde dem Fürther CSU-Stadtrat Hans-Jürgen Witzsch von OB Scherzer nahegelegt, den Fürther Stadtrat zu verlassen. Bekanntlich war der Geschichtslehrer seit elf Jahren schon umstritten, da er aufgrund eigener Geschichtsforschungen die Taten des Nazi-Regimes verharmloste. An seiner Schule durfte der verbeamtete Lehrer seit Jahren nur noch in Unterklassen unterrichten. Witzsch nahm den Rücktritt jedoch nicht an. Nun drohten juristische Auseinandersetzungen von beiden Seiten. In der CSU-Fraktion hatte Witzsch schon lange keinen Rückhalt mehr. Der Neubau der Berufsschule IV an der Ottostraße wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. OB Scherzer betonte in seiner Festansprache, dass man für dieses Projekt 15,5 Mio DM ausgegeben hatte. Seit 1964 habe man mehr als 100 Mio DM für Schulen verbaut. An allen Fürther Berufsschulen wurden 1981 insgesamt 5375 Teilzeitund 428 Vollzeitschüler unterrichtet. Samstag, 31. Oktober 1981 Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet, als der Grundstein für das neue Gemeindezentrum St. Heinrich auf der Baustelle Ecke Kaiser- und Sonnenstraße gelegt wurde. Dabei waren nicht nur kirchliche Würdenträger und Angehörige der Pfarrei, sondern auch OB Scherzer, Stadträte sowie Vertreter aus Schulen und Wirtschaft. Die Ansprache hielt Pfarrer Hautmann. Am Lilienplatz, im Herzen des Sanierungsgebietes der Altstadt, begann man mit der Pflasterung des Parkplatzes.
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