Allein 14.000 Bürger wollten die Vorführungen der Gesetzeshüter sehen. Die SpVgg verlor anlässlich der Stadioneröffnung des FC Souflenheim gegen den französischen Erstligisten FC Strasbourg bei strömendem Regen mit 0:1. Fürth begeisterte die 2500 Zuschauer trotz der Niederlage. Mittwoch, 23. Juli 1980 Die Klasse 3a der Pestalozzischule bemühte sich seit Monaten um einen Spielplatz in Poppenreuth. Der Schriftwechsel mit BM Stranka füllte mittlerweile schon einen Aktenordner im Fürther Rathaus. Jetzt konnte Sozialreferent Uwe Lichtenberg konkreter werden: Auf der Hälfte des Platzes auf dem Gelände der ehemaligen Schweinemastanstalt ließe sich das Projekt durchaus realisieren. Das Grünflächenamt hatte dazu schon einen Kostenvoranschlag über 65.000 DM erarbeitet und Sozialreferent Lichtenberg standen bereits 30.000 DM für Spielgeräte zur Verfügung. Zur Sicherheit übergaben die Kinder noch eine lange Unterschriftsliste. Beim Ablösespiel der SpVgg für den Stürmer Karl Klein beim FK Pirmasens verlor man nicht nur das Spiel mit 0:1, sondern auch Kapitän Bernhard Bergmann durch ein böses Foul eines Pirmasenser Spielers. Donnerstag, 24. Juli 1980 Im Fürther Stadtbereich sollten in nächster Zeit mehrere neue öffentliche Grillplätze entstehen. Der Stadtrat gab den Weg frei für die Standorte Kleine Mainau, Wäsig bei Stadeln, Kieselbühl (neben der alten B 8), Weiherhofer Hänge (Stadtwald) und RMD-Kippe (am Rand des Stadtwaldes). 22 junge Franzosen polierten am Heinrich-Schliemann-Gymnasium ihre Deutsch-Kenntnisse auf. Sie waren in Haushalten der Schüler privat untergebracht. Anlässlich eines Empfangs im Fürther Rathaus mit OStD Springer überreichte OB Scherzer jedem der Gäste ein Buch von Fürth. Ein einmaliger Vorgang: Querelen hinter den Kulissen ließen die Handballmannschaft der Damen im TV Fürth 1860 zerfallen. Nachdem Spielerinnen und Trainer (Richter Otto Brixner) der Vorstandschaft ein Ultimatum für Verstärkungen gesetzt hatten, löste sich die Mannschaft nach dem ergebnislosen Ablauf auf. Das sportliche Aushängeschild Fürths im Handball war zerstört. Regionalliga ade! Freitag, 25. Juli 1980 Bei der Denkmalprämierung 1980 des Bezirks Mittelfranken wurden zwei Fürther Bauwerke gewürdigt: Das Schloss Burgfarrnbach und das Eckhaus Marktplatz 2 (einst mit Gaststätte „Zum Goldenen Schwan). Mit „Stelco“ Spielwaren Stelter GmbH war eine der bekanntesten Fürther Spielwarenfabriken in die Insolvenz geraten. Da die Verbindlichkeiten mehr als 10 Mio DM betrugen, war ein Vergleich nicht mehr möglich. Das Unternehmen war auf Plastik-Spielwaren spezialisiert. 70 Mitarbeiter und 70 Heimarbeiter mussten entlassen werden. Als Grund für den Zusammenbruch wurden Managementfehler sowie der Importdruck aus fernöstlichen Ländern angegeben. Stadttheater Fürth: „Der Postillon von Lonjumeau“, komische Oper von Adam (Städtische Bühnen Nürnberg). Ende der Spielzeit 1979/80 mit 162 Vorstellungen. Samstag, 26. Juli 1980 Zum traditionellen „Hardenberg-Tag“ trafen sich Schüler, Lehrer, Eltern und Ehemalige. Für das Fest hatte man einen der wenigen Sonnentage erwischt. Das Programm hatte sich über zwölf (!) Stunden erstreckt. Dabei fegten die Schüler ihre Pauker im Fußball mit 5:1 vom Platz. Die aufgestellten Buden (z.B. Geisterbahn, Zirkus, Kino usw.) sowie diverse Programmpunkte wie Fahrradturnier oder Freischach waren von den Schülern in eigener Verantwortung organisiert worden. Eigentlich wollte SpVgg-Kicker Manfred Ritschel mit Ablauf der Spielzeit 1979/80 dem Fußball den Rücken kehren. Aber die SpVgg wollte nicht auf seine Erfahrung verzichten und warb um eine Vertragsverlängerung. Kompromiss: „Manni“ verlängerte nach 14 Jahren Profifußball nur noch von Monat zu Monat, außerdem wollte er nach vielen Verletzungen als Außenstürmer nur noch als rechter Verteidiger auflaufen, was ihm auch zugestanden wurde. Montag, 28. Juli 1980 Der Sportpark Ronhof gehörte wieder einmal den Schulen. Fast 2000 Jungen und Mädchen hielten beim großen Sportfest Einzug in das Stadion. Sie lieferten sich packende Wettkämpfe und hatten viel Spaß am Spiel. Als beste Schule im Fußball erwies sich die Pfisterschule, die im Finale die Maischule mit 1:0 besiegte. OB Scherzer nahm die Ehrungen aller Sieger vor. 70 Mitglieder einschließlich Anhang der Karnevalsgesellschaft „Fürther Kleeblatt (CFK)“ hatten sich zum vierten Mal an die italienische Adria aufgemacht, um in der mittelitalienischen Stadt Fano den Sommerkarneval und den in unseren Breiten so vermissten Sommer zu erleben. Bei Temperaturen um 34 Grad und einer Wassertemperatur von 25 Grad wurden sie nicht enttäuscht. Auf die Fürther Delegation wartete ein strapaziöses Programm. Höhepunkt des Aufenthalts war die Teilnahme am berühmten Maskenumzug von Fano mit 2500 Teilnehmern. 34
Seite:Kuntermann 1980.pdf/34
Aus FürthWiki