Lippmann Bendit

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Kommerzienrat Lippmann Ludwig Bendit (geb. 5. Oktober 1825 in Fürth, gest. 9. März 1908 in Nürnberg) war ein Sohn von Mayer Bendit und Enkelsohn des Firmengründers Seligman Bendit. Lippmann Bendit war seit 1852 mit Jeannette Rothschild verheiratet. 1865 baute er sich ein großes Wohn- und Fabrikgebäude im damaligen Kohlenmarkt Nr. 4.[1]

Michael Müller schreibt über ihn:

"Lippmann (Ludwig) Bendit war die starke, die überragende Persönlichkeit in der Führung und beim Ausbau der Firma. Von 1839 bis zu seiner Ansässigmachung 1852 war er im Geschäft des Vaters tätig, zunächst als Lehrling und dann als Commis. Was er anstrebte, war eine Konzession als Spiegelglashändler en gros. Am 5. August 1852 bestand er die Prüfung für dieses Metier vor der Ansbacher Prüfungs-Commission mit „ausgezeichnet“. Von der Witwe Voegele Bendit, der Frau seines Onkels Abraham, übernahm er als Nachrücker deren Matrikelstelle am 25. Oktober 1852. Zeitgleich erhielt er die Konzession zum Großhandel mit Spiegelglas und die Lizenz zum Glasbelegen. Für den Start hatte ihn sein Vater mit 6.000 fl ausgestattet. Gemeinsam mit seinem Bruder Jachiel war er Gesellschafter der 1852 gegründeten und am 13. September 1862 in das Gesellschaftsregister zu Fürth eingetragenen Offenen Handelsgesellschaft Seligman Bendit & Söhne. [...]. Für seine unternehmerischen Leistungen und sein soziales Engagement wurde dem 75jährigen Lippmann Bendit am 1. Januar 1901 der Titel eines Kommerzienrates verliehen. [...]. Die letzten sechs Lebensjahre hatte er als Witwer gelebt. Seine Frau Jeannette war bereits 1902 gestorben. "[2]

1898 errichtete er zusammen mit seinem Bruder Carl Bendit anlässlich der 100-Jahr-Feier der Firmengründung die "L. und C. Bendit'sche Stiftung" mit einem Kapital von 100.000 Mark.[3] 1902 gründete er zu Ehren seiner Frau die Jeanette Bendit’sche Wohltätigkeitsstiftung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fronmüllerchronik, 1887, S. 336
  2. Michael Müller: Seligman Bendit & Söhne Spiegelglas- und Fensterglas-Fabriken- In: Fürther Geschichtsblätter, Heft 2/2006 und 3/2006, 56. Jg., S. 14f und S. 27. - online abrufbar
  3. Fürth 1887-1900, Käppner-Chronik, Teil 1. Hrsg: Bernd Jesussek, 2015, S. 68

Bilder[Bearbeiten]