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und Organisationen zusammen. OB Scherzer wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass die Zusammenkunft auf Anregung der Gewerkschaften entstanden sei. Danach gab es anregende Gespräche bei Bier und Häppchen. Der Olympia-Boykott der westlichen Staaten traf die Sportstadt Fürth schwer. Viele Athleten hatten sich Hoffnung gemacht, zu den Wettkämpfen nach Moskau reisen zu dürfen. Alle Trainingsvorbereitungen waren jetzt umsonst. Zu den Fürther Hoffnungsträgern auf eine Olympiateilnahme gehörten damals u.a. Christian Haas (Sprint), Christoph Herrle und Patriz Ilg (Langstrecke), Eva Wilms und Cornelia Sulek (Fünfkampf), Klaus Peter Nabein (Mittelstrecke) und Karlheinz Radschinsky (Gewichtheben). Samstag, 3. Mai 1980 Der Fürther DGB gab sich am „Tag der Arbeit“ kämpferisch. Vor mehreren hundert Zuhörern sprach der bayerische SPD-Landesvorsitzende Dr. Helmut Rothemund in der Fußgängerzone. Es ging in seiner Rede um die Sicherung des sozialen Netzes beim härter werdenden Verteilungskampf um das Bruttosozialprodukt. Wie schon seit einigen Jahren Brauch, endete die Kundgebung nach einem Demonstrationszug bei einer Maifete im Hof des Gewerkschaftshauses an der Fürther Freiheit. Musik, Bier und Würstchen stimmten die Teilnehmer wieder versöhnlich. Stadttheater Fürth: „Janusz Oleniczak“, Klavierkonzert. Das Fürther Filmprogramm zum Monatsbeginn: „Mädchen beim Frauenarzt“ mit Monika Dahlberg und Christine Schuberth (Kronprinz-Kinocenter I), „Verdammt in alle Ewigkeit“ mit Burt Lancaster und Frank Sinatra (KronprinzKinocenter II), „Die Todeshand des gelben Adlers“ mit Ti Lung und Wang Yu (Kronprinz-Kinocenter III), „Damit ist die Sache für mich erledigt“ mit France Dougnac und Patrick Dewaere (Clou), „Fabian“ mit Hans Peter Hallwachs und Hermann Lause (Country), „Caligula“ mit Peter O`Toole und Malcom McDowell (City) sowie „1941 – wo bitte geht`s nach Hollywood?“ mit John Belushi und Dan Aykroyd in der 3. Woche (Condor). Montag, 5. Mai 1980 Die Kleeblattstadt stand vor einer „Millionenfrage“: Sollte man im Zuge der Neubebauung des Geismann-Areals zwischen Alexander- und Bäumenstraße eine Tiefgarage für etwa 300 Fahrzeuge schaffen oder eine für deutlich mehr Autos? Die Keller unter der Geismann-Brauerei waren stark ausgehöhlt. Würde man die Mindestzahl an Stellplätzen nach dem Bundesbaugesetz berücksichtigen, müsste man einen Teil der Keller und Gänge wieder zuschütten, weitere Stellplätze durch bereits vorhandenen Platz würden aber auch zusätzliche Kosten verursachen, die noch in keiner Finanzplanung berücksichtigt waren. In einem Freundschaftsspiel verlor die SpVgg im Ronhof vor 1900 Zuschauern gegen Hertha BSC mit 0:1. Rütten und Stempfle trafen nur das Holz. Dienstag, 6. Mai 1980 Der Raumbedarf war dringlich! Die Stadt Fürth wollte mit dem Erweiterungsbau des Heinrich-SchliemannGymnasiums nicht mehr zuwarten. Unbeachtet etwaiger Zuschüsse gab der Fürther Stadtrat jetzt seine Zustimmung zur Vorfinanzierung der entsprechenden Arbeiten. Wechsel in der Führungsetage der Fürther Polizei: Nach zwei Jahren im Amt wurde Polizeichef Ludwig Markert im Casino der Stadtsparkasse offiziell verabschiedet. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger, Helmut Söllner, in sein neues Amt eingeführt. Die Stadt Fürth hatte Grund zum Jubeln: Im bundesweiten Städtewettbewerb zum „Jahr des Kindes“ war man als Mitgewinner hervorgegangen. So floss ein Drittel des mit insgesamt 30.000 DM dotierten Preises nach Fürth. Mittwoch, 7. Mai 1980 Im Kunstschaufenster der Commerzbank an der Rudolf-Breitscheid-Straße stellte der Architekt und Maler Fritz Freitag einige seiner Bilder aus. In den letzten zehn Jahren hatte Freitag mehr als 1000 Aquarelle geschaffen. Nach Ansicht der FN „führt die Farbe hin zur Deutung“. Auf Einladung des Bundes Naturschutz setzten sich erstmals die drei Bürgerinitiativen „Nordtangente“, „Südwesttangente“ und „Bahnhofplatz“ zusammen, um Gemeinsamkeiten herauszustellen und Streitigkeiten aus dem Weg zu räumen. Man wollte für die Zukunft die Interessen bündeln und gemeinsam auftreten. Man versprach sich dadurch eine größere Wirkung. Die Kanuabteilung des TV Fürth 1860 feierte Richtfest am neuen Klubheim am RMD-Kanal nahe der Forsthausbrücke. Der Bau hatte eine Grundfläche von 20 x 16 Metern. Das Gebäude ersetzte das alte Heim an der Weiherstraße. Donnerstag, 8. Mai 1980 Obwohl der Preis für Heizöl zu immer neuen Rekorden führte, waren die z.B. in der Nachkriegszeit hochgeschätzten Holzreste aus den Waldungen des Fürther Stadtwaldes bei den Bürgern nicht gefragt. 1973 hatte man extra die pingelige städtische „Leseholzordnung“ großzügig gefasst. Das anfallende Reisig am Waldboden 21