Anarchismus

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Die Strömung des Anarchismus ist eine politische Ideenlehre und Philosophie, die Herrschaft von Menschen über Menschen und jede Art von Hierarchie als Form der Unterdrückung von individueller und kollektiver Freiheit ablehnt.

Geschichte

Der Anarchismus war in Bayern bereits seit dem Deutschen Kaiserreich von 1871 beheimatet. Wie in anderen großen Industrieregionen hatte der "Arbeiter-Anarchismus" auch in Fürth überdurchschnittlichen Zuspruch als radikale, antikapitalistische Alternative zur monarchistischen und später gemäßigt sozialdemokratischen Linie.

Wie nur eine handvoll weiterer Städte schloss sich Fürth nach dem Mord an Kurt Eisner offiziell der "Räterepublik Baiern" an, die der Vorsitzende der USPD Ernst Toller, der anarchistische Schriftsteller Erich Mühsam und der Theoretiker des Anarchismus Gustav Landauer am 7. April 1919 ausgerufen hatten. Diese Räterepublik der Schwabinger Literaten ging in Folge eines Putschversuchs durch die Anhänger des Parlamentarismus später in der kommunistischen Räterepublik auf.

Spätere Entwicklung

Obgleich der Anarchismus stets Impulse für das Herausbilden von Demokratie und Arbeitskampf gab, findet er heute in der Mehrheit der Bevölkerung keine Zustimmung. Mitschuld daran trägt auch das verbreitete umgangssprachliche Missverständnis, das Anarchismus oft negativ mit Chaos und Gesetzlosigkeit gleichsetzt. Auch nahestehende Gruppierungen wie die der Autonomen werden so in gegnerischem Verhältnis zu bürgerlichem Recht und staatlichem Gewaltmonopol gesehen.

Literatur

Siehe auch

Weblinks