Metzgerei Ammon: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Metzgerei Ammon ist seit seiner Gründung ein Familienbetrieb in Burgfarrnbach.  
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Gegründet wurde die heute noch ortsansässige Metzgerei am 1. Oktober 1906. Der Metzger Johann Martin Ammon (geb. 1863) erwarb gemeinsam mit seiner Ehefrau das Grundstück an der damaligen Frankfurter Straße - der heutigen Würzburger Straße - und eröffnete die erste Metzgerei in Burgfarrnbach. Dabei ging die Familiengeschichte der Ammons deutlich weiter zurück als ins Jahr 1906. Bereits die Urgroßeltern Johann Martin Ammons sind gem. dem sog. Personenstandsregisters der evang. luth. Gemeinde bereits seit 1756 ohne Unterbrechung Metzger gewesen.  
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== Geschichte ==
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1906 wurde zunächst ein kleiner Ladenraum für Scheinefleisch errichtet - parallel existierte noch eine Gastwirtschaft, die ebenfalls von den Eheleuten Ammon mit betrieben wurde. 1915 konnte der Betrieb um eine Wirtschaftshalle erweitert werden. Hierzu wurde eigens ein Anbau an das Bestandsgebäude hinzugefügt. Im Alter von nur 56 Jahre verstirbt Johann Martin Ammon, seine Frau Barbara führte das Geschäft weiter ehe der Sohn zwei Jahre später im Jahr 1921 den elterlichen Betrieb übernahm. Konrad Ammon I., geb. 1891, war eines der neun Kinder aus der Ehe Johann und Barbara Ammons.  
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[[1906]] wurde zunächst ein kleiner Ladenraum für Schweinefleisch errichtet - parallel existierte noch eine Gastwirtschaft, die ebenfalls von den Eheleuten Ammon mit betrieben wurde. 1915 konnte der Betrieb um eine Wirtschaftshalle erweitert werden. Hierzu wurde eigens ein Anbau an das Bestandsgebäude hinzugefügt. Im Alter von nur 56 Jahre verstirbt Johann Martin Ammon. Seine Frau Barbara führte das Geschäft weiter, ehe der Sohn zwei Jahre später im Jahr [[1921]] den elterlichen Betrieb übernahm. Konrad Ammon I., geb. [[1891]], war eines der neun Kinder aus der Ehe Johann und Barbara Ammons.  
  
Durch die Eingemeindung Burgfarrnbachs zum Stadtgebiet Fürth veränderten sich einige Auflagen für den Betrieb. Die zuvor noch von der zweiten Generation erweiterte Produktionsstätte samt Schlachtstätte im Jahr 1929 wurde ab 1938 obsolet, da die Eingemeinduung u.a. auch den Schlachthofzwang im zentral an der Würzburger Straße gelegenen Schlachthof vorsah. Trotzdem konnte die Familie nicht nur den eigenen Betrieb 1930 erneut erweitern, sondern vielmehr auch sicherstellen, dass Konrad Ammon I. selbst im städtischen Schlachthof schlachten durfte. Insbesondere die geschäftstüchtige Ehefrau Elise Ammon war hier ein treibender Motor des Gewerbebetriebs und dessen Erhalt nach den harten Jahren der Inflation. Nach dem Tod Konrad Ammon I. übernahm erneut die Ehefrau den Betrieb und führte die Geschäfte samt der vier Kinder aus der Ehe weiter, auch über den 2. Weltkrieg hinaus.
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Durch die [[Eingemeindung|Eingemeindung Burgfarrnbachs]] zum Stadtgebiet Fürth veränderten sich einige Auflagen für den Betrieb. Die zuvor noch von der zweiten Generation erweiterte Produktionsstätte samt Schlachtstätte im Jahr [[1929]] wurde ab [[1938]] obsolet, da die Eingemeindung u. a. auch den Schlachthofzwang im zentral an der Würzburger Straße gelegenen [[Alter Schlachthof|Schlachthof]] vorsah. Trotzdem konnte die Familie nicht nur den eigenen Betrieb [[1930]] erneut erweitern, sondern vielmehr auch sicherstellen, dass Konrad Ammon I. selbst im städtischen Schlachthof schlachten durfte. Insbesondere die geschäftstüchtige Ehefrau Elise Ammon war hier ein treibender Motor des Gewerbebetriebs und für dessen Erhalt nach den harten Jahren der Inflation. Nach dem Tod Konrad Ammon I. übernahm erneut die Ehefrau den Betrieb und führte die Geschäfte samt der vier Kinder aus der Ehe weiter, auch über den [[2. Weltkrieg]] hinaus.
  
1955 übernimmt in dritter Generation der Sohn Konrad Ammon II. (senior) den elterlichen Betrieb samt Gaststätte. Erneut wird der Betrieb um einen separaten Bau erweitert, allerdings entschied man 1958 die Schließung der angeschlossenen Gaststätte. Konrad Ammon senior betrieb das Unternehmen bis 1990, ehe am 1. Januar 1991 die vierte Generation das Zepter übernahm. Erneut nahm der Sohn Konrad III. (geb. 1957) das Unternehmen. In diese Ära fällt erneut die Sanierung und Erweiterung der Räume vor Ort. Es entstand ein neuer Verkaufsraum sowie neue Produktions-, Kühl- und Lagerräume. 2006 feierte der Betrieb sein 100jährgies Bestehen.  
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[[1955]] übernahm in dritter Generation der Sohn [[Konrad Ammon sen.|Konrad Ammon II. (senior)]] den elterlichen Betrieb samt Gaststätte. Erneut wurde der Betrieb um einen separaten Bau erweitert, allerdings entschied man [[1958]] die Schließung der angeschlossenen Gaststätte. Konrad Ammon Senior betrieb das Unternehmen bis [[1990]], ehe am [[1. Januar]] [[1991]] die vierte Generation das Zepter übernahm. Der Sohn, Konrad III. (geb. 1957), führte jetzt das Unternehmen. In diese Ära fiel die Sanierung und Erweiterung der Räume vor Ort. Es entstanden ein neuer Verkaufsraum sowie neue Produktions-, Kühl- und Lagerräume. [[2006]] feierte der Betrieb sein 100-jähriges Bestehen. Im Jahr [[2021]] entstand in der Zeit der [[COVID-19-Pandemie in Fürth|Coronazeiten]] und aufgrund des drohenden Personalmangels die Idee, bestellte Waren in einem Automaten zur Abholung bereitzustellen. Dies wurde mit dem ''Ammonzon''-Automaten umgesetzt, was jetzt für Kunden flexible Abholzeiten ermöglicht oder Wartezeiten verkürzt.
  
 
== Kontakt ==
 
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* Luisa Degenhardt: ''Wurst und Fleisch zu jeder Tages- und Nachtzeit''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 19. August 2021 (Druckausgabe) bzw. ''Bratwürste von "Ammonzon": Fränkischer Metzger bietet 24-Stunden-Service''. In: nordbayern.de vom 6. September 2021 - [https://www.nordbayern.de/region/1.11295541 online abrufbar]
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* Luisa Degenhardt: ''Wurst und Fleisch zu jeder Tages- und Nachtzeit''. In: [[Fürther Nachrichten]] vom 19. August 2021 (Druckausgabe) bzw. ''Bratwürste von "Ammonzon": Fränkischer Metzger bietet 24-Stunden-Service''. In: nordbayern.de vom 6. September 2021 - [https://www.nordbayern.de/region/1.11295541 online]
  
 
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* Metzgerei Ammon - [https://metzgerei-ammon.de online]
 
* Metzgerei Ammon - [https://metzgerei-ammon.de online]
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Aktuelle Version vom 29. Januar 2024, 03:00 Uhr

Die Metzgerei Ammon ist seit seiner Gründung ein Familienbetrieb in Burgfarrnbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die heute noch ortsansässige Metzgerei am 1. Oktober 1906. Der Metzger Johann Martin Ammon (geb. 1863) erwarb gemeinsam mit seiner Ehefrau das Grundstück an der damaligen Frankfurter Straße - der heutigen Würzburger Straße - und eröffnete die erste Metzgerei in Burgfarrnbach. Dabei ging die Familiengeschichte der Ammons deutlich weiter zurück als ins Jahr 1906. Bereits die Urgroßeltern Johann Martin Ammons sind gem. dem sog. Personenstandsregisters der evang. luth. Gemeinde bereits seit 1756 ohne Unterbrechung Metzger gewesen.

1906 wurde zunächst ein kleiner Ladenraum für Schweinefleisch errichtet - parallel existierte noch eine Gastwirtschaft, die ebenfalls von den Eheleuten Ammon mit betrieben wurde. 1915 konnte der Betrieb um eine Wirtschaftshalle erweitert werden. Hierzu wurde eigens ein Anbau an das Bestandsgebäude hinzugefügt. Im Alter von nur 56 Jahre verstirbt Johann Martin Ammon. Seine Frau Barbara führte das Geschäft weiter, ehe der Sohn zwei Jahre später im Jahr 1921 den elterlichen Betrieb übernahm. Konrad Ammon I., geb. 1891, war eines der neun Kinder aus der Ehe Johann und Barbara Ammons.

Durch die Eingemeindung Burgfarrnbachs zum Stadtgebiet Fürth veränderten sich einige Auflagen für den Betrieb. Die zuvor noch von der zweiten Generation erweiterte Produktionsstätte samt Schlachtstätte im Jahr 1929 wurde ab 1938 obsolet, da die Eingemeindung u. a. auch den Schlachthofzwang im zentral an der Würzburger Straße gelegenen Schlachthof vorsah. Trotzdem konnte die Familie nicht nur den eigenen Betrieb 1930 erneut erweitern, sondern vielmehr auch sicherstellen, dass Konrad Ammon I. selbst im städtischen Schlachthof schlachten durfte. Insbesondere die geschäftstüchtige Ehefrau Elise Ammon war hier ein treibender Motor des Gewerbebetriebs und für dessen Erhalt nach den harten Jahren der Inflation. Nach dem Tod Konrad Ammon I. übernahm erneut die Ehefrau den Betrieb und führte die Geschäfte samt der vier Kinder aus der Ehe weiter, auch über den 2. Weltkrieg hinaus.

1955 übernahm in dritter Generation der Sohn Konrad Ammon II. (senior) den elterlichen Betrieb samt Gaststätte. Erneut wurde der Betrieb um einen separaten Bau erweitert, allerdings entschied man 1958 die Schließung der angeschlossenen Gaststätte. Konrad Ammon Senior betrieb das Unternehmen bis 1990, ehe am 1. Januar 1991 die vierte Generation das Zepter übernahm. Der Sohn, Konrad III. (geb. 1957), führte jetzt das Unternehmen. In diese Ära fiel die Sanierung und Erweiterung der Räume vor Ort. Es entstanden ein neuer Verkaufsraum sowie neue Produktions-, Kühl- und Lagerräume. 2006 feierte der Betrieb sein 100-jähriges Bestehen. Im Jahr 2021 entstand in der Zeit der Coronazeiten und aufgrund des drohenden Personalmangels die Idee, bestellte Waren in einem Automaten zur Abholung bereitzustellen. Dies wurde mit dem Ammonzon-Automaten umgesetzt, was jetzt für Kunden flexible Abholzeiten ermöglicht oder Wartezeiten verkürzt.

Kontakt[Bearbeiten]

Metzgerei Ammon
Würzburger Straße 550
90768 Fürth
Tel. 0911/735035
Mail info(at)metzgerei-ammon.de

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 13.00 und 15.00 bis 18.00 Uhr
Freitag 7.30 bis 18.00 Uhr
Samstag 7.30 bis 12.30 Uhr

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

  • Luisa Degenhardt: Wurst und Fleisch zu jeder Tages- und Nachtzeit. In: Fürther Nachrichten vom 19. August 2021 (Druckausgabe) bzw. Bratwürste von "Ammonzon": Fränkischer Metzger bietet 24-Stunden-Service. In: nordbayern.de vom 6. September 2021 - online

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]