Freiwillige Feuerwehr Fürth-Stadeln

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Wappen der Freiwilligen Feuerwehr Stadeln

Die Freiwillige Feuerwehr Fürth-Stadeln ist ein Verein im Fürther Stadtteil Stadeln. Er bildet zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Mannhof den 4. Löschzug im Brandschutzdienst der Stadt Fürth.

Geschichte[Bearbeiten]

23. Juni 1870: Brandkatastrophe in der Tabakbabrik Ferdinand Wagner, nebst der benachbarten Anwesen von Georg Fischer, Konrad Burkhardt und Georg Kleinlein. Dies war einer der Anlässe, über die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr nachzudenken.

1. Mai 1873: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr auf Initiative des Lehrers Valentin Schlegel. Die 22 Gründungsmitglieder bildeten damit eine Selbsthilfeeinrichtung gegen Feuersnot. Erster Kommandant wurde Georg Kern. Chronist Lohbauer vermerkt dazu: Das Motiv zur Bildung dieses Vereins war die Zerfahrenheit der Jugend, derselben gesetzlichen Sinn, Subordinationsgeist einzupflanzen und brüderliches Zusammenleben zu erzielen.[1]

1894: Fertigstellung des Feuerwehrhauses am Fischerberg, Baukosten 3300 Mark, Baumeister war Hr. Fleischmann. Darin konnten untergebracht werden: 1 Schubleiter, 1 Saug- und Druckspritze, 1 zweirädrige Saug- und Druckspritze, 5 Hakenleitern, 8 Dachleitern, 200 m Schläuche. Auch der neuangeschaffte Leichenwagen wurde hier aufbewahrt, so dass das Haus auch als Morgue (Leichenschauhaus) diente.

1928: Anschaffung einer Motorspritze Magirus Trossingen mit einer Pumpenleistung von 800 Liter / Minute. Die bis dahin eingesetzten Handpumpen wurden damit erstmals bei der FFW Stadeln durch eine Motorpumpe abgelöst. Zum Ziehen waren Pferde, später Traktoren notwendig. Diese Magirus, die noch heute gepflegt wird, wurde auch als Motiv für die Fahne zum 125-jährigen Jubiläum gewählt.

1939 - 1945: Im Zweiten Weltkrieg wurden bei Luftangriffen viele Einsätze, auch in Nürnberg und Umgebung, mit älteren und jungen, noch nicht wehrpflichtigen Männern gefahren. Die Magirus war oft tagelang im Dauereinsatz.

1956: Anschaffung eines Tragkraftspritzenanhängers TSA.

16. April 1961: Weihe der neuen Standarte mit einer Feier in der Christuskirche. Nach dem Festzug zur Turnhalle findet dort die offizielle Feier statt.

18. Dezember 1981: Im Zuge der Erweiterung der Stadelner Amtsstelle erhält die Feuerwehr auch einen neuen Unterrichtsraum.

26. September 1965: Anschaffung des ersten selbstfahrenden Feuerwehrfahrzeugs. Es musste in einer Fahrzeughalle beim Stadelner Rathaus untergestellt werden, weil das alte Feuerwehrhaus zu niedrig war.

Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Stadeln

12. Juli 1991: Großeinsatz beim Brand der BIG Spielwarenfabrik in Stadeln.

13. Juli 1991: Das neue Mercedes-Benz LF 16 TS löst das alte Feuerwehrfahrzeug ab.

1998: 125-jähriges Jubiläum; die Freiwillige Feuerwehr in Überlingen übernimmt die Patenschaft für die neue Fahne.

2. April 2017: Die Feuerwehr erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug. Das LF 20 KatS stellt der Bund zur Verfügung und kann von der Wehr kostenlos genutzt werden. Im Gegenzug kommt das Fahrzeug mit seiner neun Mann starken Besatzung auch überregional im Katastrophenfall zum Einsatz.[2]


Adventsmarkt[Bearbeiten]

Einmal jährlich wird durch die Mitglieder ein Adventsmarkt organisiert. Dieser findet auf dem vor dem Feuerwehrhaus auf dem Stadelner Festplatz statt.

Aktuelle Daten[Bearbeiten]

Siehe unter Weblinks.

Literatur[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Fürth-Stadeln e. V.: 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Fürth-Stadeln, Stadeln, 1998
  • Vereinskartell Stadeln: Festschrift 700 Jahre Stadeln, Stadeln, 1998

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land-Chronik, Fürth 1892, S. 365
  2. Neues Fahrzeug für Stadelner Wehr - In: Fürth StadtZeitung, Nr. 7 vom 12. April 2017, S. 6 –PDF-Datei

Bilder[Bearbeiten]