Ludwig Schildknecht

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Babette und Ludwig Schildknecht.jpg
Babette und Ludwig Schildknecht
PersonVerwandtschaftsgrad
Barbara Schildknecht, geb. BäuerleinEhefrau von Ludwig Schildknecht
Elisabeth Schildknecht, geb. AmmonMutter von Ludwig und Fritz Schildknecht
Fritz SchildknechtBruder
Konrad SchildknechtVater von Ludwig und Fritz Schildknecht

Ludwig Georg Schildknecht (geb. 23. September 1891 in Fürth; gest. 17. Juli 1969 in Fürth), Sohn des Metzgerehepaares Konrad Schildknecht und seiner Frau Elisabeth, erlernte den Beruf des Kaufmanns im Textilhandel bei Rosenfelder. Er heiratete am 30. Mai 1922 standesamtlich Barbara Christiane Bäuerlein (genannt Babette; geb. 4. November 1902 in Fürth; gest. 21. Juni 1989 in Fürth). Das Ehepaar hatte drei Kinder:

Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Fritz Schildknecht (1893 - 1954), einem Drogisten, übernahmen sie gemeinschaftlich am 1. Januar 1920 die Firma "Conrad Heinrichs Nachfolger" (CHN) von Georg Schmidtschneider zum Preis von 70.000 M. Auf dem Anwesen lastete eine Hypothek von 40.000 M zu Gunsten des Kaufmanns Sigmund Rothschild, die von den Brüdern übernommen wurde, sodass sie noch 30.000 M aufbringen mussten.[1]

Pegnitzstraße 29 mit Ludwig Schildknecht, 1968

1922 kauften sie dem Brüderpaar Adam und Kaspar Schildknecht die ehemalige Scheune und Pferdestall Pegnitzstraße 29 ab und wandelten dieses Besitztum als Lagerhaus um.
Anlässlich einer Zwangsversteigerung, ersteigerten die Brüder Schildknecht 1931 das Anwesen Würzburger Straße 62 und errichteten dort neben dem vermieteten Wohn- und Geschäftshaus zwei größere Lagerhallen für CHN.

Elektr., batteriebetriebener Kleinlastwagen um 1930

1927 kauften sie den ersten "umweltfreundlichen" Lieferlastwagen der Maschinenfabrik Esslingen. Dies war ein Elektrolastwagen zum Preis von 4.600 RM mit Vollgummireifen und einer Batterie, die in der Ladestation Pegnitzstraße 29 immer aufgeladen wurde.
Im Jahr 1935 wurde das Haus der Brüder Schildknecht mit der Drogerie (Königstraße 17) innerhalb eines städtischen Fotowettbewerbes zum schönsten Haus prämiert.

Im Juli 1937 wurde Ludwig Schildknecht auf Drängen hin Mitglied in der NSDAP.[1] Nach dem Krieg musste er 1945 deswegen aus der Geschäftsleitung ausscheiden und als Geschäftsführer seinen Neffen Ludwig Stadler einsetzen. Am 9. Februar 1948 wurde Ludwig Schildknecht durch Spruchkammerbescheid als "Mitläufer" eingestuft und wegen seiner Mitgliedschaft in der NSDAP (1937 - 1945) zu 1.000 RM Sühne plus 521 RM Gebühren, sowie der Abgabe von Bettwäsche, Anzügen etc. verurteilt.[1]

Nach dem Tode des Bruders Fritz Schildknecht tritt Ludwigs Sohn Frieder in die Firma CHN ein. Am 17. Juli 1969 stirbt Ludwig Schildknecht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 vgl. Kaufurkunde vom 07.01.1920, in "Zeittafel Drogerie Conrad Heinrichs Nachfolger (CHN)", Teil 1; Privatarchiv B

Siehe auch[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]