1851

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Ereignisse in Fürth im Jahr 1851



Personen

Geboren 1851

PersonGeburtstagGeburtsortBeruf
Hugo Barbeck2. AugustFürthBuchhändler, Antiquar, Autor, Reichstagsmitglied
Eduard EngelhardtKommerzienrat, Fabrikant, Geschäftsführer
Eugenie Engelhardt15. DezemberSchriftsteller
Paul Mailaender30. DezemberFürthBrauereibesitzer
Margarete RetterspitzWürzburg
Isaak Stamm17. JuniGladenbachBankier, Kaufmann
Johann Thomas Stockert26. JuniFürtnKompassmacher
Es ist aktuell keine Person verzeichnet, die 1851 gestorben ist.

Bauten


Fronmüllerchronik

In der Neujahrsnacht ertönten zum ersten Male vom Rathhausthurme herab die neuen Glocken. Damit galt das Rathhaus als ganz vollendet. - Am 12. Januar war die Installation des Stadtpfarrers Seyffert. - Den 31. Januar wurde Stadtgerichtsarzt Dr. J. J. Braun quiescirt. An seine Stelle kam Dr. Max Candidus Wolfring, bis dahin Gerichtsarzt in Pleinfeld. - Am 12. März ließ der Gewerberath eine Aufforderung ergehen zur Wiederbildung eines Unterstützungsvereins für reisende Handwerker. - Die gemeindlichen Kollegien beschloffen die Errichtung eines 4000 Schaff fassenden Getreidemagazines auf dem städtischen Bauhofe, für die Summe von 18,000 fl. - Rektor Dr. Beeg wurde von der Staatsregierung zum Mitgliede der von Seiten Bayerns zur Londoner Industrie-Ausstellüng abzuordnenden Commission ernannt. - Am 22. April trat hier Carl Devrient vom Hoftheater in Hannover auf in: „Sie ist wahnsinnig" und in: „die Benefice-Vorstellung." - Der aus Fürth gebürtige Künstler Otto Josef Entres in München fertigte für die hiesige katholische Kirche ein Bild, darstellend Christus im Grabe ruhend. - Den 27. April wurde der kgl. Regierungsrath Wilhelm von Branca wegen seiner Verdienste um die Stadt, namentlich um Begründung und Vervollkommnung der Handelsschule, zum Ehrenmitgliede der Stadt von den Gemeindekollegien ernannt. [...]. Am 16. Juli begründete der Gewerberath einen neuen Wanderunterstützungsverein, welcher von der Regierung genehmigt wurde und am 1. August seine Wirksamkeit begann. - Die Prediger Dumhof und Ruf traten aus dem Verbande der Deutschkatholiken, nach Abgabe einer Erklärung im Tagblatt Nr. 210. Zum Verweser der vakanten Predigerstelle wurde Bierdümpfel gewählt. - Unter den neugewählten Gemeindebevollmächtigten befand sich zum ersten Male ein Israelite: Salomon Berolzheimer dahier. - Zu Magistratsräthen wurden den 20. September gewählt: Peter Voit, Erhard Segitz, Sebastian Engelmann, Jakob Fleischhauer, Leonhard Kißkalt. Für den verstorbenen Magistratsrath F. Krenkel trat Kaufmann Christoph Böheim ein. - Am 8. November wurde durch Ministerialverordnung die hiesige freireligiöse Gemeinde unter das Vereinsgesetz subsummirt und ihr die Auflage gemacht, alle kirchlichen Versammlungen einzustellen und den Betsaal zu räumen. - J. L. Hesselberger, Tuchhändler en gros, erbaute ein massives Wohn- und Geschäftshaus, Königsstr. Nr. 46, an Stelle des ehemaligen Friedr. Fuchs'schen Hauses. - Den 23. November erhielt die vierte protest. Pfarrstelle der bisherige Pfarrer zu Kunzanaltheim Dr. Gustav Adolf Wiener, nachdem durch Ministerialerlaß vom 30. Oktober bestimmt worden war, daß die erledigte zweite Pfarrstelle künftig als vierte, dagegen die bisherige dritte und vierte als zweite und beziehungsweise dritte bezeichnet werde. - Pharmaceut Toussaint erbaute ein chemisches Laboratorium zum Fabrikbetriebe an der Nürnberger Chaussée. - Die Zahl der Neubauten betrug in diesem Jahre 9, die Passagierfrequenz der Ludwigseisenbahn 502,761. [...]. - Zwei Knaben erkranken in diesem Jahre bei dem Baden in der Rednitz. - Die Zahl der israelitischen Einwohner betrug damals 2649.[1]

Bilder

Einzelnachweise

  1. Fronmüllerchronik, 1887, S. 292 f