Max Offenbacher: Unterschied zwischen den Versionen

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== Familie ==
Aus seiner Ehe mit Johanna Levy gingen die Kinder Luitpold, Bruno, Fritz und Lilli hervor:
* Luitpold Offenbacher (geb. 21. März 1889 in Fürth), war Ingenieur und Fabrikdirektor, Soldat im I. Weltkrieg<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 13045; 13046</ref>, letzter Wohnsitz in Deutschland war [[wikipedia:Ambach (Münsing)|Ambach]], Gemeinde Holzhausen am Starnberger See, wanderte in die USA aus und wurde dort im Dezember 1936 eingebürgert, trug fortan den Namen Lewis Max Owen<ref>familysearch.org: Migration New York, U.S. District and Circuit Court Naturalization Records, 1824-1991</ref>, Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft auf Betreiben der Gestapo am 5. Nov. 1938<ref>Genealogie-Internetseite ancestry, Index von Juden, deren deutsche Staatsbürgerschaft vom Nazi-Regime annulliert wurde, 1935-1944</ref>
* Bruno Offenbacher (geb. 15. Februar 1893 in Fürth), war Soldat im I. Weltkrieg<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 12994</ref>
* Fritz Offenbacher (geb. 13. Januar 1897 in Fürth), war Soldat im I. Weltkrieg<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 15093</ref>, er starb am 30. November 1921 in München<ref>Standesamt München III, Sterbebuch Nr. 1921/2297</ref>


== Glasschleiferei und Spiegelfabrik Max Offenbacher ==
== Glasschleiferei und Spiegelfabrik Max Offenbacher ==

Aktuelle Version vom 19. März 2025, 20:49 Uhr

Max Offenbacher war ein Kaufmann und Fabrikbesitzer. Er wohnte mit Familie in der Villa Hornschuchpromenade 13.

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Familie

Aus seiner Ehe mit Johanna Levy gingen die Kinder Luitpold, Bruno, Fritz und Lilli hervor:

  • Luitpold Offenbacher (geb. 21. März 1889 in Fürth), war Ingenieur und Fabrikdirektor, Soldat im I. Weltkrieg[1], letzter Wohnsitz in Deutschland war Ambach, Gemeinde Holzhausen am Starnberger See, wanderte in die USA aus und wurde dort im Dezember 1936 eingebürgert, trug fortan den Namen Lewis Max Owen[2], Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft auf Betreiben der Gestapo am 5. Nov. 1938[3]
  • Bruno Offenbacher (geb. 15. Februar 1893 in Fürth), war Soldat im I. Weltkrieg[4]
  • Fritz Offenbacher (geb. 13. Januar 1897 in Fürth), war Soldat im I. Weltkrieg[5], er starb am 30. November 1921 in München[6]

Glasschleiferei und Spiegelfabrik Max Offenbacher

Das Schleifen und Polieren des Glases wurde jahrhundertelang in Mühlen bewerkstelligt, so auch an der Pegnitz im Osten von Fürth. Bereits 1857 wird in Fürth J. Offenbacher als Glasfabrikant erwähnt.[7]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren links vom Ludwig-Donau-Main-Kanal die auffälligen Sheddächer und Schornsteine der umfangreichen Produktionsanlagen der Spiegelfabrik Offenbacher zu sehen, einer der größten in Fürth um die Jahrhundertwende. Hier war von 1918 bis 1922 unter anderem auch Stephan Wassermann als Prokurist und Teilhaber der Firma beschäftigt.

Direkt neben dem Fabrikgelände wurde 1901 bei Bohrungen an der Stadtgrenze eine Kochsalzquelle mit Brom- und Jodgehalt gefunden. Die König-Ludwig-Quelle wurde aufgetan, ein Kurbad errichtet. Die Spiegelfabrik lag plötzlich an der Kurgartenstraße bzw. an der davon abgehenden Ludwig-Quellen-Straße und beeinträchtigte den Blick der Kurgäste. Allerdings wurden die Kurbad-Pläne dann vom Ersten Weltkrieg durchkreuzt.

Die Glasschleiferei und Spiegelfabrik von Max Offenbacher wurde 1894 folgendermaßen beschrieben:

...ist mit den besten und neuesten Hilfsmaschinen eingerichtet und besitzt eine grosse Anzahl selbsterfundender Maschinen, welche in allen Industriestaaten patentiert sind und in einer eigenen Maschinenwerkstätte angefertigt werden. Die Fabrik wird mit einer Dampfmaschine von 300 Pferdekräften betrieben und werden 300 Personen innerhalb und über 100 Personen ausserhalb der Fabrik beschäftigt. In dem Etablissement befinden sich ausser der Glasschleiferei eine große Dampftischlerei, eigene Buchbinderei, Silberbelege, Gravieranstalt und Malerei. Die hellen, geräumigen Fabriksäle werden durch über 300 elektr. Glühlampen und 10 Bogenlampen beleuchtet und mittels Dampfheizung geheizt. [...]. Die Fabrikate der genannten Firma wurden prämiiert auf der "South Africa International Exhibition Kimberley 1892" und auf der Weltausstellung Chicago 1893. [...].[8]

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 13045; 13046
  2. familysearch.org: Migration New York, U.S. District and Circuit Court Naturalization Records, 1824-1991
  3. Genealogie-Internetseite ancestry, Index von Juden, deren deutsche Staatsbürgerschaft vom Nazi-Regime annulliert wurde, 1935-1944
  4. Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 12994
  5. Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Abt. IV Kriegsarchiv, Kriegsstammrollen 1914–1918; Band 15093
  6. Standesamt München III, Sterbebuch Nr. 1921/2297
  7. J. K. Beeg: Die Fürther Spiegelmanufaktur. In: Jahresbericht der Königlichen Gewerb- und Handelsschule zu Fürth in Mittelfranken, 1856/57, S. 18 - online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek
  8. Hans Lotter: Gross-Industrie und Gross-Handel von Nürnberg-Fürth und Umgebung, Nürnberg, 1894, S. 156 -online-Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek

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