COVID-19-Pandemie in Fürth

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Bisher bestätigte Covid-19-Fälle und der erste Tote im Stadtgebiet, Stand 30. März 2020 (Quelle: RKI)

Die COVID-19-Pandemie ist eine Viruserkrankung, bedingt durch den neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2. Die Infektion begann vermutlich im Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei.

In Fürth trat der Virus, im Vergleich zu den Nachbarkommunen, erst relativ spät auf: Die ersten Verdachtsfälle wurden am ersten Märzwochenende gemeldet. Insgesamt gab es am Sonntag, den 1. März 2020 drei Verdachtsfälle im Stadtgebiet Fürth. Diese Personen wurden in häusliche Quarantäne gestellt, ein bestätigter Fall war bis dato erst in Nürnberg, Erlangen, Bamberg oder Langenzenn gemeldet worden, nicht aber in Fürth.[1]

Chronologie der COVID-19-Pandemie in Fürth[Bearbeiten]

Woche 1 - 1. bis 8. März[Bearbeiten]

Erste abgesagte Großveranstaltungen im März 2020
  • 1. März: Die ersten drei Verdachtsfälle im Stadtgebiet werden gemeldet und unter Quarantäne gestellt.[2]
  • 5. März: Noch hält die Stadt Fürth am bevorstehenden Klezmer-Festival, Gesundheitsmesse sowie dem Frühlingsmarkt auf der Fürther Freiheit fest. Die Stadtverwaltung gibt bekannt, dass sie "keine Veranlassung [sieht], eine Empfehlung für eine Absage auszusprechen."[3]
  • 6. März: Das Klezmer-Festival wird von Seiten der Stadt nicht abgesagt, dennoch sagen die ersten Bands ab, da die Einreisebestimmung vieler Länder Deutschland als Risikogebiet eingestuft hat, so dass viele Bandmitglieder bei einer Rückkehr in ihr Land zwangsläufig in Quarantäne hätten gehen müssen.[4] Erste sog. "Hamsterkäufe" werden bekannt, so werden von der Bevölkerung vor allem Nudeln, Mehl, Lebensmittelkonserven und Klopapier gekauft.
  • 8. März: Erstmals wurden vier Personen positiv getestet, weitere Verdachtsfälle sind bekannt geworden. Da es sich bei zwei der betroffenen positiv getesteten Personen um Schüler der Leopold-Ullstein-Realschule handelte, hat das Gesundheitsamt mit sofortiger Wirkung am 9. März die Realschule zum 10. März vollständig geschlossen. Die Schließung ist zunächst befristet bis zum 22. März 2020.[5]

Woche 2 - 9. bis 15. März[Bearbeiten]

  • 10. März: Die Bay. Staatsregierung lässt per Allgemeinverfügung bis Ende Ostern alle Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen absagen. In Fürth sind vor allem die Veranstaltungen in der Stadthalle von dieser Regelung betroffen, sodass mehrere Konzerte (z. B. Fat Freddys Drop, Max Giesinger oder Loredana) abgesagt werden müssen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt hält die Stadt Fürth weiterhin an den Planungen des Frühlingsfestes fest, da die Veranstalter davon ausgehen, dass nicht mehr als 800 Besucher gleichzeitig auf dem Frühlingsfest sind.[6]
  • 11. März: Das Heimspiel der Spielvereinigung gegen den HSV soll weiterhin im Sportpark Ronhof statt finden, allerdings unter Ausschluss des Publikums und der Fans.[7]
  • 12. März: Der Frühlingsmarkt öffnet zwar am Donnerstag um 11 Uhr noch seine Tore, allerdings wird er bereits am gleichen Tag abends um 20 Uhr wieder geschlossen - dieses Mal dauerhaft - betroffen sind von dieser Entscheidung 28 Schausteller. Die Stadt Fürth erlässt in Absprache mit dem Gesundheitsamt eine Allgemeinverfügung zum Schutz der Bevölkerung, in der alle Veranstaltungen mit Teilnehmern zwischen 500 und 1000 Teilnehmern verboten werden.[8] Zuvor hatten die Nachbarkommunen ebenfalls diesen Schritt zum Schutz der Bevölkerung unternommen.[9] Neben dem Frühlingsmarkt ist auch der verkaufsoffene Sonntag am 15. März von der Absage betroffen. Ebenfalls werden mit sofortiger Wirkung alle Aufführungen im Stadttheater untersagt.[10] Am frühen Abend meldet die örtliche Presse, dass auf Weisung der Staatsregierung nun alle Schulen in Bayern geschlossen werden sollen, die Entscheidung hierzu fällt am Freitag, den 13. März 2020. Aktuell sind von einer Schulschließung in Bayern bereits 100 Schulen betroffen, neben der bereits seit dem 9. März geschlossenen Leopold-Ullstein-Realschule in Fürth.[11] Weiterhin stattfinden sollen, so die Stadt Fürth, die 5-Jahresfeierlichkeiten zur Eröffnung der Neuen Mitte. Ebenfalls stattfinden wird, trotz immer wieder anders lautenden Diskussionen, die Kommunalwahl am 15. März. Hierzu gibt das Bürgermeister- und Presseamt eine Erklärung heraus, dass die Wahlräume durch entsprechendes Personal mehrmals gereinigt werden. Ebenfalls zulässig zur Wahl sind aus hygienischen Gründen dieses Mal selbst mitgebrachte Kugelschreiber.[12]
  • 13. März: Die Staatsregierung beschließt, dass ab Montag den 16. März 2020 alle Schulen, Kindergärten und Kitas bis einschließlich 6. April in Bayern geschlossen bleiben. Danach sind die regulären Osterferien bis zum 19. April, sodass die Schulen nun fünf Wochen geschlossen bleiben. Zusätzlich soll das Besuchsrecht in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Krankenhäusern eingeschränkt werden. Ebenfalls wurde von der Staatsregierung beschlossen, dass alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen nicht mehr stattfinden sollen.[13] Hierzu zählen auch alle Stadtführungen, die über das Amt für Tourismus von der Stadt angeboten werden. Diese werden bis einschließlich 19. April alle ersatzlos abgesagt.[14] Weiterhin plant der DFB alle Bundesligaspiele der 1. und 2. Liga ab Dienstag, den 2. April zu unterbrechen, das Heimspiel am 13. März gegen den HSV soll noch stattfinden - allerdings ohne Fans und Publikum.[15] Lediglich zwei Stunden vor dem Heimspiel gegen den HSV, das ursprünglich vor einem leeren Stadion hätte stattfinden sollen, kam vom DFB doch noch die Absage. Das Nachspiel soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.[16] In einer Pressemitteilung teilt die Stadt Fürth mit, dass im Stadtgebiet inzwischen sieben Infektionsfälle und ein Verdachtsfall bekannt sind, zusätzlich sind 85 Personen vorsorglich in Quarantäne (Stand 14 Uhr).[17] In der Pressemitteilung teilt die Stadt ebenfalls mit, dass der Busverkehr aufrechterhalten wird, allerdings sollen die Fahrgäste im hinteren Bereich einsteigen, die ersten Sitzplätze hinter dem Fahrer sind aus hygienischen Gründen gesperrt. Auch der Verkauf von Fahrkarten ist im Bus nicht mehr möglich. Neben dem Veranstaltungsverbot mit mehr als 500 bzw. 100 Personen sind nun auch alle noch verbliebenen Veranstaltungen des Klezmer-Festivals betroffen, sowie alle Veranstaltungen im Stadttheater und Stadthalle. Das Fürthermare soll weiterhin geöffnet bleiben.
  • 14. März: Am Vormittag wurden nun auch die Feierlichkeiten zum 5-jährigen Bestehen der Neuen Mitte von der Stadt kurzfristig abgesagt, obwohl man noch bis zuletzt von Seiten der Stadt gehofft hatte, das diese stattfinden können.[18] Während in der Nachbarstadt in der Fußgängerzone, auf Grund des Coronavirus, jeglicher Wahlkampf von den Parteien eingestellt wurde, sind in Fürth nach wievor alle Parteien mit ihren Infoständen in der Fußgängerzone zu finden. Das nimmt das ZDF zum Anlass und besucht die Kleeblattstadt und interviewt die einzelnen Passanten und Politiker vor Ort. Das Klinikum verschärft die Besuchsregelungen am Haus. In einer Pressemitteilung heißt es, dass Krankenbesuche „auf wenige nahestehende Personen zu reduzieren“ seien.[19] Die Zahl der Personen, bei der noch Veranstaltungen stattfinden dürfen, ist erneut gesenkt worden. Nachdem die Nachbarkommunen bereits die Grenze von 500 auf 100 gesenkt hatten, folgt die Stadt Fürth dieser Vorgabe ebenfalls und verbietet alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen.[20] Davon betroffen sind nun auch alle Clubs, Diskotheken, Bordelle und private wie gewerbliche Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Beerdigungen etc. Von einer Schließung der Gastronomie, wie in anderen Bundesländern, ist in Fürth von offizieller Seiten noch keine Rede.[21]
  • 15. März: Die Kommunalwahl findet wie geplant statt. Hierzu hat die Stadt eigens Reinigungspersonal organisiert, das die Wahllokale vor und nach der Nutzung der Wahl reinigt. In der örtlichen Presse rufen Fürther Promis die Bevölkerung dazu auf, zur Wahl zu gehen - trotz Coronavirus.[22]

Woche 3 - 16. bis 22. März[Bearbeiten]

Leere Innenstädte nach den Schließungen des Einzelhandels, Mitte März 2020
  • 16. März: Der Freistaat Bayern ruft den Katastrophenfall aus[23]. Das öffentliche Leben wird erheblich eingeschränkt. Bis zunächst einschließlich 19. April bleiben neben Schulen und Kitas sowie alle Freizeiteinrichtungen wie Stadthalle, Stadttheater, Museen, Fürthermare, Sporthallen wie Spielplätze geschlossen. Zusätzlich werden alle öffentlichen wie privaten Veranstaltungen untersagt. Zunächst durften die Fürther Kinos noch ihre Tore öffnen, allerdings mussten diese jeweils zwischen den Besuchern einen Platz freilassen, ab dem 17. März wurden die Kinos jedoch vollständig geschlossen.[24]
  • 17. März: Die Stadt Fürth schließt alle Ämter mit Parteienverkehr. Damit können die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr persönlich in eine Dienststelle gehen, darunter Fallen auch alle geplanten Trauungen. Es konnten lediglich noch die bereits vereinbarten Trauungen mit max. 15 Personen noch stattfinden - bis auf weiteres können keine neue Termine mehr mit dem Standesamt vereinbart werden.[25] Gaststätten dürfen weiterhin geöffnet haben, allerdings müssen diese sicherstellen, dass die Tische im Gastraum mindestens 1,5 m voneinander entfernt stehen, sodass eine Ansteckungsgefahr minimiert wird.
  • 18. März: Durch den Ausruf des Katastrophenfalls schließen ab dem 18. März die meisten Geschäfte im Stadtgebiet. Von diesen Regelungen sind Geschäfte der alltäglichen Versorgung ausgenommen. Hierzu zählen u. a. Supermärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Bau- und Gartenmärkte, Sanitätshäuser, Optiker, Post, Tankstellen und der Onlinehandel. Restaurants und Betriebskantinen dürfen nur noch von 6 bis 15 Uhr ihr Geschäft öffnen, es dürfen aber nur max. 30 Personen gleichzeitig in der Lokalität sein und die Tische müssen in einem Abstand von mind. 1,5 m stehen. Nach 15 Uhr dürfen die Gaststätten nur noch "ToGo"-Angebote per Lieferservice oder Drive-In anbieten.[26] Auch das Klinikum Fürth verschärft die Besuchsregelung - ab sofort sind Patientenbesuche grundsätzlich untersagt. Ausnahmen hierzu können nur in begründeten Einzelfällen - nach Rücksprache und Zustimmung des Stationsarztes - genehmigt werden.[27] Auch das hält der 18. März für das Stadtgebiet parat - nachdem in den umliegenden Kommunen schon seit längerem bestätigte COVID-19 Fälle festgestellt wurden - hat nun Fürth auch seinen ersten behandlungspflichtigen bestätigten Corona-Fall. Der Patient befindet sich laut der örtlichen Presse am Klinikum Fürth in intensivmedizinischer Betreuung - und ist nach Angaben des Klinikums stabil.[28] Nach der Schließung der meisten Ämter mit Parteienverkehr durch die Stadtverwaltung, sagt nun auch die Stadt die meisten Gremien- und Ausschusssitzungen der Stadt ab, lediglich der Bau- und Werksausschuss am 18. März sowie der Ausschuss für Schule, Bildung und Sport am 19. März finden statt.
  • 20. März: Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erlässt eine zweiwöchige Ausgangsbeschränkung.[29] Damit dürfen alle Fürtherinnen und Fürther ab 24 Uhr nur noch bei triftigen Gründen die eigene Wohnung verlassen, zum Beispiel um dem Beruf nachzugehen, Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs zu kaufen, Arzt- und Tierarztbesuche zu tätigen oder Tiere zu versorgen. Ebenso dürfen weiterhin Besuche stattfinden, insbesondere von Lebenspartner*innen und Familienangehörigen. Individualsport, wie zum Beispiel Laufen, und Spaziergänge an der frischen Luft, alleine oder im eigenen Hausstand, vor allem in der Familie, sind weiterhin erlaubt.[30][31] Größere Gruppen und das Betreten von öffentlichen Sportanlagen sind dabei nicht gestattet. Zusätzlich werden weitere Geschäfte geschlossen, die bisher noch betrieben werden durften. Darunter fallen z. B. Friseure oder Baumärkte. Für die Gastronomie gilt ab sofort, dass sie nur noch für den Straßenverkauf bzw. für einen Lieferservice geöffnet haben darf. Ein regulärer Gaststättenbetrieb, wie er bisher bis 15 Uhr noch unter Auflagen erlaubt war, ist nun auch nicht mehr möglich. Viele Gaststätten hatten aber bereits im Vorfeld schon gänzlich ihren Betrieb eingestellt. Der Besuch von Patienten im Krankenhaus wird nahezu vollständig untersagt, während das Klinikum alle geplanten Operationen und Aufnahmen absagt, um ca. 130 Betten für das kommende Corona-Aufkommen parat zu haben. Hierzu werden zwei normalbettenführende Stationen zugunsten von neu geschaffenen Intensivbetten gesperrt. Alle Beschäftigen des Klinikums werden zusätzlich nach ihren medizinischen und pflegerischen Qualifikationen erfasst, um ggf. die zusätzlichen Intensivbetten betreiben zu können.[32] In der Zwischenzeit gehen Volker Heißmann und Martin Rassau Online ... sie präsentieren via Facebook und Instagram kostenlos den Zuschauern ein Programm, mehr als 2.000 Menschen sahen der neuen Aufführungsform zu.[33]
  • Infotafel zur Corona-Pandemie im Stadtpark
    21. März: Die Ausgangsbeschränkungen treten in Kraft. Der örtlichen Presse war zu entnehmen, dass die Polizei die verordnete Schließung der Gastronomie, aber auch die Schließung weiterer Geschäfte und die Gruppenbildung im Freien überwacht. Hierzu erhält sie Unterstützung von der Bereitschaftspolizei, die sogar mit einer Reiterstaffel in Fürth patrouilliert.[34]
  • 22. März: Bei sehr gutem Wetter sind der Stadtpark und Stadtwald gut besucht, wobei die Besucher den geforderten Kontaktabstand von ca. 1,5 m weitestgehend einzuhalten scheinen. Der Einzelhandel in Fürth macht von der Erlaubnis[23] am Sonntag zu öffnen keinen Gebrauch, genauso wie von den erweiterten Öffnungszeiten unter der Woche bis 22 Uhr anstatt regulär 20 Uhr.[35]

Woche 4 - 23. bis 29. März[Bearbeiten]

  • 23. März: Die Zahl der bestätigten Fälle steigt auf 24 und liegt damit im Vergleich zu den Nachbarkommunen weiterhin im Durchschnitt.[36] Unabhängig davon errichtet die Stadt Fürth gemeinsam mit dem Landkreis Fürth, zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), eine sog. "Drive-Trough-Teststation" ein. Auf dem ehem. Möbel Höffner Gelände in der Seeackerstraße soll in den nächsten Tagen eine entsprechende Anlaufstelle entstehen, die den aktuellen Fahrdienst der KVB und die Arztpraxen entlasten soll. Die Teststation darf allerdings nur von Personen angefahren werden, die explizit vom Hausarzt, dem Gesundheitsamt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst "überwiesen" wurden. Ein eigenständiges Anfahren ist nicht erlaubt. Am 23. März reagiert auch der Infra-Verkehrsbetrieb auf die Pandemie, da schon seit einigen Tagen das stark sinkende Fahrgastaufkommen in den Bussen wahrgenommen wurde. Ab sofort gilt zunächst bis auf Weiteres der "Samstag-Fahrplan" von Montag bis Freitag.[37]
  • 24. März: Inzwischen hat die Staatsregierung durch eine weitere allgemeine Verordnung für Kommunen Rechtssicherheit geschaffen, insbesondere was die Frage in dem Umgang von Stadtratsgremien und Ausschüssen anbelangt. So gelten zwar die Ausschüsse gem. dem Infektionsschutzgesetz nicht als Veranstaltung - und könnten somit formal auch weiterhin stattfinden - aber, die Anzahl der Sitzungen sind gem. der Staatsregierung auf ein Mindestmaß zu beschränken, damit lediglich unverzichtbare und unaufschiebbare Entscheidungen getroffen werden können. Die Staatsregierung empfiehlt den Kommunen deshalb, gemäß der Bay. Geschäftsordnung für Kommunalparlamente, sog. „Ferienausschüsse“ einzurichten. Die Stadt Fürth folgt dieser Empfehlung und legt die Ferienzeit für den Rest der Legislaturperiode bis einschließlich 30. April fest. Der Ferienausschuss setzt sich aus den Mitgliedern des Finanzausschusses zusammen und tagte das erste Mal am 25. März in der Stadthalle. Alle anderen Sitzungen, inkl. dem Stadtrat, sind somit von der Stadtverwaltung mit sofortiger Wirkung abgesagt worden.[38] Der Einsatz eines Ferienausschusses dürfte in der Nachkriegsgeschichte der Stadt Fürth einmalig sein.
  • 25. März: Das Klinikum bereitet sich weiter auf die Pandemie vor. So wird ein Podcast für Mitarbeiter online zur Verfügung gestellt, der über die Homepage des Klinikums von jedem abgerufen werden kann.[39] Gleichzeitig wurden zwei Stationen abverlegt bzw. deren Patienten entlassen, um so Platz für weitere Intensivbetten zu schaffen. Auch die Geriatrische Rehabilitation wurde geschlossen, gemäß den Vorgaben der Bay. Staatsregierung. Am Nachmittag wurden Gebäudemodule geliefert, die vor die Zentrale Notaufnahme gestellt wurden. Diese dienen dazu, die Patientenströme vor dem Eintritt in das Gebäude zu trennen - und hier eine erste Sichtung der Patienten vorzunehmen. Gleichzeitig werden alle Eingänge zum Klinikum geschlossen, der Zugang zum Klinikum ist für Besucher nur noch durch den Haupteingang möglich - und muss durch eine ärztliche Freigabe angeordnet sein.[40]
  • 26. März: Die Stadt Fürth und der Landkreis Fürth versuchen, ein gemeinsames Zentrum zur Unterstützung bei der Behandlung von COVID-19-Patienten aufzubauen. Hierzu rufen sie alle Bürger und Bürgerinnen mit medizinischen oder pflegerischen Fachkenntnissen auf, sich unter folgender Telefonnummer zu melden: 0911 97733039 oder per Mail: helfen(at)lra-fue.bayern.de.[41]
  • 27. März: Der Landkreis Fürth hat die ersten COVID-19-Todesmeldungen zu verzeichnen, in einem Roßtaler Pflegeheim verstarben zwei Bewohner; währenddessen steigt die Zahl der positiv getesteten Personen im Stadtgebiet um acht Personen auf 51. Das Klinikum Fürth hat die Zahl der Beatmungsplätze von regulär 32 Plätzen auf ca. 60 ausgebaut.[42] Nach eigenen Angaben versorgt das Klinikum am 27. März 13 positiv getestete Patienten, 11 Patienten warteten noch auf das Test-Ergebnis.[43]
  • 29. März: Trotz sehr schönem Wetter hielt sich die Bevölkerung weitestgehend an die Ausgangsbeschränkungen. Zwar waren Stadtpark und Stadtwald gut besucht, die meisten Besucher hielten sich aber an die Vorgaben. Da die Schließung viele Gastronomen zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten bringt, versuchen immer mehr Gaststätten und Restaurants zumindest mit sog. "ToGo"-Angeboten sich etwas Geld zu verdienen. So bieten einige den neuen Service, so z. B. Schatzkästla und Bistro Galerie.

Woche 5 - 30. März bis 5. April[Bearbeiten]

Zugangsbeschränkung für Besucher am Klinikum
  • 30. März: Der Bayerische Ministerpräsident kündigt an, die Ausgangsbeschränkungen bis einschließlich 19. April zu verlängern, jedoch nicht zu verschärfen.[44] Eine dementsprechende Allgemeinverfügung wurde derweil noch nicht erlassen.[45] Gleichzeitig geht am Nachmittag die sog. "Corona-Station" in Betrieb. Hier können Personen, die von einem Arzt oder von der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) einen Termin bekommen haben, sich testen lassen. Dazu muss man lediglich mit dem Auto vorfahren - der Test wird dann vor Ort direkt abgenommen, ohne dass man das Auto verlassen muss. Pro Stunde können nach eigenen Angaben bis zu 160 Personen getestet werden.[46] Inzwischen hat der Virus auch die Fürther Altenheime erreicht, der erste positiv getestete Bewohner kommt aus dem in Burgfarrnbach betriebenen Fritz-Rupprecht-Heim der Arbeiterwohlfahrt.[47] Eine weitere Meldung des Tages: Die Städte Nürnberg und Fürth heben das allgemeine Taubenfütterungsverbot nicht auf, das zuvor die Tierrechtsorganisation PETA bundesweit gefordert hatte. Hintergrund der Forderung war, dass durch die Ausgangsbeschränkung die Tauben in den Großstädten deutlich weniger Nahrung finden würden, sodass hier ein Massensterben der Tauben befürchtet wurde. Die Städte entgegnen, dass bisher kein Massensterben beobachtet werden konnte, weshalb eine Aufhebung nicht erforderlich sei.[48]
  • 31. März: Eine Solidaritäts-Initiative startete das erst im Februar 2020 eröffnete VR-Café "Pixels". Es stellte eine Onlineplattform zur Verfügung, auf der zum Start ca. 20 Unternehmen, Cafés, Kneipen und Restaurants Gutscheine anboten, damit auf diesem Weg zumindest den unfreiwillig in Schwierigkeit gekommenen Geschäften kurzfristig geholfen werden konnte.[49] Am Starttag der Homepage wurden bereits 125 Gutscheine im Wert von knapp 4.000 Euro verkauft.[50]
  • 1. April: Sowohl die Bundes- als auch Landesregierung verlängern die bisherigen allgemeinen Verfügungen bzgl. des Kontaktverbotes und der Ausgangsbegrenzungen bis zum 19. April.
  • 2. April: Eine weitere Soli-Hilfe geht online, dieses Mal für Künstler und Musiker im Stadtgebiet. Mit der Initiative "Kultur vor dem Fenster" können Künstler zu einem Soli-Preis für ein Kurzkonzert vor der Fenster gebucht werden.
  • 3. April: In seinem fast täglichen Podcast des Klinikum Fürth gibt der Medizinische Direktor Dr. med. Manfred Wagner Einblicke hinter die Kulissen.[51] So behandelt das Klinikum Fürth am aktuellen Berichtstag 40 positiv getestete Patienten, davon alleine sechs auf der Intensivstation. Besondere Probleme bereitet dem Klinikum aktuell eine neue Regelung, die besagt das die Seniorenheime keine Patienten/Bewohner mehr aufnehmen, insbesondere wenn der Patient positiv getestet wurde bzw. eine 14-tägige Quarantäne im Heim nicht sichergestellt werden kann. Das führte aktuell schon dazu, dass das Klinikum Fürth am 3. April 10 Patienten nicht entlassen konnte, weil die Heime die Aufnahme ablehnen - eine abschließende Lösung zeichnete sich noch nicht ab. Die geplante Soli-Aktion der Fürther Künstler musste noch vor dem Start wieder abgesagt werden, da die Behörden Bedenken über den Ablauf geäußert hatten.[52] Auch der Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung muss Bedenken dahingehend äußern, dass die Corona-Krise auf die städtische Kasse durchschlagen wird, u. a. durch fehlende Gewerbeeinnahmen. Zwar hat die Regierung von Mittelfranken den im Dezember 2019 beschlossenen Haushalt mit einem zusätzlichen Schuldenabbau und einer Stellenmehrung im Bereich der Verwaltung jüngst noch genehmigt, OB Dr. Jung geht aber davon aus, dass es noch im Kalenderjahr 2020 zu einem geschätzten Einnahmerückgang von ca. 70 Mio. Euro kommen wird. Gegenüber der örtlichen Presse kommentierte OB Dr. Jung dies mit der Aussage: „Das könnte unsere Planungen für 2020 durchaus auf den Prüfstein stellen“, u. a. ist damit wohl die Verlängerung der Uferpromenade auf der Höhe der Wolfsgrubermühle, aber auch die Neukonzeptionierung des Rundfunkmuseums gemeint. Ebenfalls wahrscheinlich sind negative finanzielle Auswirkungen auf die neuen Jugendzentren "Alte Feuerwache" und "Alter Lokschuppen" an der Stadtgrenze.[53] In der Zwischenzeit gibt es aber auch Erfreuliches zu vermelden, knapp 19 Lehrkräfte von verschiedenen Schulen aus dem Stadt und Landkreis helfen inzwischen in den Gesundheitsämtern bei der Corona-Hotline aus.[54] Auch das ist neu: Seit dieser Woche gibt es für das Stadtgebiet Fürth einen sog. "Versorgungsarzt", der die medizinische Versorgung der Bevölkerung federführend koordiniert (Gynäkologe Dr. med. Ulrich Schwiersch). Sein Gegenstück im Landkreis ist der Pädiater Dr. med. Michael Hubmann - beide sind Mitglied in der Führungsgruppe Katastrophenschutz und beraten den Oberbürgermeister bzw. Landrat in ihren Entscheidungen. Die Maßnahme soll auch gleichzeitig sicherstellen, dass die Versorgung mit Arztpraxen weiterhin aufrecht erhalten wird, da es laut der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) schon zu einigen Schließungen kam. So hätten inzwischen 262 von rund 18 000 Praxen in Bayern bereits geschlossen, da die Mitarbeiter entweder sich selbst in der Corona-Quarantäne befinden (164) oder aber auch wegen fehlender Schutzausrüstung (75, Vorwoche: 60) bzw. wegen fehlender Kinderbetreuung (23) schließen mussten. Knapp 1 500 Praxen arbeiten laut KVB-Sprecher Axel Heise nur um die 30 bis 50 Prozent weniger als sonst, da auch hier das Patientenaufkommen rückläufig ist.[55] Neben der Tatsache, dass die Stadt die Brunnenanlagen pünktlich zu Ostern wieder anschaltete, machte vor allem ein Video aus der Südstadt in den Sozialen Medien die Runde. Dabei warf ein sichtlich verwirrter nackter Mann knapp 27.000 Euro aus dem Fenster und forderte die Menschen zu mehr Liebe auf ... sie sollen mehr "Ficken" bzw. "Liebe machen".[56]
  • 4. April: Die Bundesregierung hat eine Lockerung der Einreise für Erntehelfer beschlossen; inwieweit sich das auch für die Landwirte im Knoblauchsland auswirkt, ist aktuell noch nicht geklärt.[57] Ungeachtet der Einreise von Erntehelfern gibt es den ersten fränkischen Spargel im Supermarkt bzw. auf dem Markt - die Preise für ein Kilogramm Spargel variieren je nach Qualität zwischen 12 und 15 Euro. Kulinarisch geht es auch in Poppenreuth weiter - zumindest in der örtlichen Presse. Der erste und einzige "Freestander" der Franchise-Kette Vapiano aus Köln steht vermutlich vor dem Aus. Das Unternehmen war schon vor der Corona-Pandemie in finanziellen Schwierigkeiten, jetzt hat das Unternehmen am 1. April 2020 die Insolvenz angemeldet.[58] Bereits letzte Woche hatte das Kölner Unternehmen den Fürther Standort gänzlich geschlossen, obwohl ein ToGo-Speisenverkauf weiterhin erlaubt gewesen wäre.[59] Gründe für die Schließung sind laut der Insolvenzverwalterin Dr. Ruth Rigol sog. Liquiditätsprobleme in Höhe von knapp 50 Mio. Euro.[60] Die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschäftsstelle in Fürth erneut ihre Pforten öffnet, ist damit wohl eher gering. Eine weitere Frage beschäftigt zunehmend die Fürther Bevölkerung: während im Landkreis inzwischen fast doppelt so viele Menschen auf COVID-19 getestet wurden, stagniert die Zahl der positiv getesteten seit einigen Tagen in Fürth. Auch die Zahl der an COVID-19 verstorbenen Personen (1 Person) erscheint statistisch gesehen für eine Großstadt wie Fürth eher zu "niedrig". Ob dies ein Zufall oder "nur" eine statistische Unschärfe im Messverfahren des Robert-Koch-Instituts darstellt, ist aktuell unklar.
  • 5. April: Am Freitag gingen die Behelfscontainer hinter dem Klinikum Fürth in Betrieb. Alle Patienten, die über die Zentrale Notaufnahme zum Klinikum Fürth kommen, müssen zunächst hier auf COVID-19-Anzeichen untersucht werden. Dabei werden die Patientenströme unterschieden in ambulante und stationäre Fälle. Während die ambulante Versorgung durch Ärzte und ein Mitarbeiterteam der aktuell geschlossenen Klinik METROPOL MEDICAL CENTER an der Stadtgrenze übernommen wird, erfolgt die stationäre Versorgung durch das eigene Personal des Klinikums Fürth. Auch im Inneren des Klinikums werden die Patienten in sog. COVID- und NON-COVID-Bereiche getrennt, soweit dies möglich ist.
Zur Statistik gibt es inzwischen auch einige Neuigkeiten bzw. Klarstellungen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht täglich immer eine sog. Mitternachtsstatistik - also eine täglich einmalige Stichzeitbetrachtung stets um 0:00 Uhr. Dazu verwendet es ausschließlich elektronisch übermittelte Daten von den Behörden, im Gegensatz zu manch anderen Meldestellen oder Medien, die auch nicht digitalisierte Informationen in ihre Statistik mit einfließen lassen, zum Teil auch mehrmals täglich. Des Weiteren werden folgende Grundannahmen zugrunde gelegt, was die Zahl der Infektionen und Todesfälle anbelangt:
1) Nicht der Todesort bzw. die positive Testung eines Patienten im Stadtgebiet ist entscheidend, sondern der Wohnort des Betroffenen! D. h. verstirbt z. B. ein Bewohner aus dem Landkreis Fürth in der Stadt Fürth, so wird "statistisch" gesehen der Todesfall dem Landkreis zugeordnet und nicht dem Stadtgebiet Fürth, was u. a. die niedrige Zahl der Todesfälle in Fürth mit erklären könnte, zumal der Landkreis der einzige Landkreis in Bayern ist, der über kein eigenes Krankenhaus verfügt, sodass die stationäre Behandlung ausschließlich im Stadtgebiet Fürth erfolgen kann.
2) Statistisch gesehen bleibt die Frage noch, wann ein Todesfall überhaupt "gezählt" wird, da es einen Unterschied gibt, ob ein Patienten AN COVID-19 oder MIT COVID-19 verstirbt. Die Abgrenzung ist nicht einfach, wird aber durch das RKI in der "Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes auf Infektionen mit dem erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/Volksrepublik China aufgetretenen neuartigen Coronavirus ('2019-nCoV')" dahingehend beantwortet, dass sog. "respiratorische Symptome jeder Schwere" für die Todesursache maßgeblich sind - d. h. der Patienten muss positiv getestet worden sein, allgemeine Symptome einer COVID-19-Infektion aufweisen wie Fieber, und zusätzlich massive Probleme mit den Atmungswegen haben.[61][62]
Auch das weiß die örtliche Presse - zunächst online - zu berichten: den Garten- und Baumärkten geht es finanziell schlecht, sie sind "im freien Fall".[63] Hintergrund der Meldung war, dass Unternehmen wie z. B. der Gartenmarkt Dauchenbeck in Atzenhof durch die Schließung in der eigentlichen Hauptsaison einen extremen Verdienstausfall haben, sodass viele Gartenmärkte dazu übergehen ihre Ware wegzuwerfen bzw. zu entsorgen. Deutschlandweit haben die Gartenmärkte aktuell einen Verdienstausfall von ca. 70 %, weshalb in vielen Medien schon die Empfehlung ausgegeben wird: "Kauft Blumen, nicht Klopapier!"[64] Einige Märkte, wie z. B. der Gartenmarkt Dauchenbeck, sind inzwischen dazu übergegangen einen Lieferservice anzubieten, aber auch das scheint nicht annähernd die Verluste auszugleichen. Immerhin, auch das wurde inzwischen bekannt, sind in vielen Fällen bereits sog. Staatshilfen unbürokratisch ausgeschüttet worden und es befindet sich bereits Geld auf den Konten von Unternehmen, Gaststätten und Kleinbetrieben.

Woche 6 - 6. bis 12. April[Bearbeiten]

  • 6. April: Da die Fürther Tafel seit Mitte März geschlossen hat, haben sich einige Organisationen dazu entschlossen einer Art "Alternative Tafel" während der Zeit der Corona-Pandemie anzubieten, darunter fallen die Organisationen wie die Antifaschistische Linke, Bündnis gegen Rechts, Fanprojekt, Horidos 1000, Infoladen Benario, Protestgarten, Sportfreunde Ronhof e. V. sowie Stradevia 907. Die Lebensmittelspenden können an verschiedenen Sammelstellen abgegeben werden. Die Ausgabe der Lebensmittel findet stets Dienstags zwischen 15 und 17 Uhr statt; die Ausgabe erfolgt in der Kinderarche in der Theresienstraße 17.
  • 7. April: Die Anzahl der COVID-19-Patienten bereiten dem Klinikum zunehmend ein organisatorisches Problem. Insbesondere die Zahl der zu beatmenden Patienten auf der Intensivstation ist in nur kurzer Zeit auf 11 angestiegen, sodass bereits jetzt die Hälfte der regulär vorgehaltenen Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt sind. Weitere 46 positiv getestete Personen sind ebenfalls im Klinikum in Behandlung, müssen aber aktuell nicht beatmet werden. Insbesondere die Altenpflegeeinrichtungen im Landkreis bereiten dem Gesundheitsamt bzw. Klinikum Kopfzerbrechen, im Landkreis sind aktuell sieben und im Stadtgebiet drei Alteneinrichtungen von positiv getesteten Personen betroffen.[65] Das Klinikum muss nun davon ausgehen, dass gerade über Ostern die Zahl der COVID-19-Patienten steigen wird, weshalb von Seiten der Klinikumsleitung beschlossen wurde, eine Vielzahl dieser Patienten nach Erlangen oder Nürnberg zu verlegen, um wieder freie Kapazitäten zu schaffen.[66] Ein weiteres Problem zeichnet sich für das Klinikum ab, so Dr. med. Manfred Wagner: Während das Klinikum weiterhin alle Patienten aufnimmt, auch Patienten aus Altenpflegeeinrichtungen, nehmen aber umgekehrt die Altenheime keine Patienten mehr aus dem Klinikum auf, auch wenn sie dort nur ambulant behandelt wurden. Damit „stranden“ nun alle Heimbewohner im Klinikum, können nicht mehr zurück in ihre Einrichtung und belegen zusätzlich das Klinikum.
  • 8. April: Die Müllabfuhr meldet logistische Probleme an, da auch im Kreis dieser Beschäftigten eine Vielzahl von Mitarbeitern erkrankt sind. Deshalb werden die Bewohner der Stadt aufgefordert, ab dem 14. April die Mülltonnen selbst vor die Tür zu stellen, ein "Vollservice" ist nach eigenen Angaben aktuell nicht mehr möglich - allerdings sichert die Stadt zu, dass die Mülltonnen abgeholt werden. Im Gegensatz dazu sind seit einiger Zeit der Kompostplatz in Burgfarrnbach sowie die beiden Recyclinghöfe im Stadtgebiet gesperrt. Wann diese wieder öffnen, ist aktuell nicht bekannt.[67][68] Eine erfreuliche Nachricht brachte dieser Tag aber dennoch: zwei Getränkelieferanten spendierten den sog. "systemrelevanten Berufen" kostenlos Getränke. Wer von den betroffenen Berufsgruppen am 8. April von 10 bis 16 Uhr mit dem Auto zur Spielvereinigung kam, erhielt von der Brauerei Tucher bzw. von Franken Brunnen zwei Kästen Wasser oder Bier. Insgesamt spendeten beide Getränkelieferanten 1.720 Kisten an diesem Tag.[69]
  • 9. April: Als letzte Kommune in der Region hat die Stadt Fürth die Großevents der nächsten Wochen abgesagt. Darunter fallen insbesondere der Metropolmarathon im Mai und das New Orleans Festival, aber auch Veranstaltungen wie der Fürther Gartenmarkt, das Bauernmarktfest und den Internationalen Museumstag.[70] Ob auch der Grafflmarkt im Sommer oder gar die Kirchweih im Herbst betroffen sind, soll in den nächsten Tagen oder Wochen entschieden werden.[71] Neben dem RKI gab auch die Stadt Fürth in einer Pressemitteilung die Anzahl der Coronavirus-Fälle in Fürth bekannt. Nach Aussage der Stadt Fürth waren bisher 168 erkrankte in Fürth gemeldet, weitere 122 befanden sich in häuslicher Quarantäne, während 42 Personen wieder als gesund gemeldet wurden. Zusätzlich zählte die Stadt Fürth 13 Todesfälle, während das RKI von 214 positiv getesteten Personen und 11 Todesfällen ausging. Das Delta kann u. a. daher kommen, dass die Zählweise der beiden Organisationen durchaus unterschiedlich ist (siehe Eintrag vom 5. April).[72]
  • 10. April: Das noch einige Tage zuvor von der Stadtverwaltung gestoppte Projekt "Kultur-vor-dem-Fenster" kann jetzt doch an den Start. Offensichtlich konnten die Bedenken beseitigt werden, sodass nun am kommenden Ostersonntag das erste "Konzert" vor dem Stiftungsaltenheim stattfinden kann. Die Sicherheitsregeln sehen allerdings vor, dass die Bewohner der Alteneinrichtung ihre Zimmer nicht verlassen und sich auch sonst keine Gruppen vor Ort bilden dürfen. Das erste Konzert wird von zwei Personen (im gebührenden Abstand) vorgetragen, dabei werden fränkische Volksmusik und Lieder sowie einige Tanzmelodien vorgetragen.[73]
  • 12. April: Erneut wurden über das Wochenende keine Daten vom RKI über Fürth veröffentlicht, sodass über das Osterwochenende eine kleine "statistische Lücke" besteht. Allerdings zeigt sich langsam, dass die Kurve der Neuinfektionen sich abflacht - womit scheinbar die Schutzmaßnahmen auch in Fürth ihre Wirkung zeigen. Bei schönstem Sonnenschein über das Osterwochenende waren die Grünanlagen mit flanierenden Menschen gut gefüllt ... allerdings hielten die meisten Menschen den gebotenen Abstand ein. Daher musste die örtliche Polizei, die ebenfalls stark präsent war, kaum eingreifen.

Woche 7 - 13. bis 19. April[Bearbeiten]

  • 14. April: Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden bzw. werden weitere Veranstaltungen abgesagt. So wurde das Jugendtanzfestival „The Art of Breakin‘ Fürth“, dass eigentlich am 11. April sein 5-jähriges Bestehen gefeiert hätte, genauso abgesagt wie das geplante "Umsonst und draußen" Open-Air-Festival am Lindenhain Ende Mai.[74] Inzwischen wird laut darüber nachgedacht, ob auch der Grafflmarkt im Juni oder gar die Michaelis-Kirchweih im Herbst von der COVID-19-Pandemie betroffen sind. Eine Klärung steht noch aus.
  • 15. April: Mit Spannung werden die Ergebnisse der Beratungen auf Bundes- und Landesebene erwartet, inwiefern und ab wann der sog. Shutdown wieder aufgelöst wird. Hierzu hat bereits der Oberbürgermeister der Stadt Fürth für den kommenden Donnerstag eine Pressemitteilung angekündigt. Derweilen ruft die Müllabfuhr die Bevölkerung auf, die Mülltonnen eigenständig vor die Häuser und Türen zu stellen, da nach wie vor das Personal im Bereich der städtischen Müllabfuhr knapp bemessen ist.[75] Die Stadt Fürth gibt zusätzlich in einer weiteren Pressemitteilung die aktuellen Fallzahlen bekannt (die sich jedoch nicht mit den Zahlen des RKI decken - siehe oben): im Stadtgebiet sind 173 Fälle Erkrankter bekannt (ohne Verstorbene und Gesundete), in häuslicher Quarantäne befinden sich nach Angaben der Stadt aktuell 130 Personen. Insgesamt sind 62 Personen wieder gesundet, allerdings sind laut Pressemitteilung aber auch 20 Personen verstorben. Zusammengerechnet mit den Fallzahlen des Landkreises entwickeln sich insbesondere die Todeszahlen auf bisher 50 Tote, sodass die örtliche Presse Fürth mit einem "Corona-Hotspot in Franken" betitelt. Die insgesamt über 600 positiv getesteten Personen in der Stadt und im Landkreis, aber insbesondere mit 50 Todesfällen - meist aus Altenpflegeeinrichtungen im Landkreis - machen sich in der Statistik bemerkbar, sodass Fürth mehr positiv getestete oder verstorbene COVID-19-Menschen hat - als die umliegenden Kommunen oder Landkreise.[76] Gleichzeitig beteuert aber der Pandemie-Beauftragte und Medizinische Direktor Dr. med. Manfred Wagner am Klinikum Fürth, dass das Klinikum nach wie vor über eine ausreichende Anzahl von Intensiv- und Überwachungsbetten verfügt, womit eine weitere Gefährdung der Bevölkerung aktuell auszuschließen sei.[77] Neben dem allgemeinen Podcast gehen weitere Videos vom Klinikum Fürth online, ein Podcast, das sich vorwiegend an die niedergelassenen Ärzte richtet und ein Podcast mit Einblicken in die sensiblen Bereiche des Hause, z. B. der Intensivstation oder Röntgenabteilung.
  • 16. April: Nach der Bekanntgabe der Bundes- und Landesregierung soll es gestaffelt zu Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen kommen.[78] Die Ausgangs- und Kontaktsperren sollen bis zum 4. Mai aufrecht erhalten bleiben, allerdings darf man künftig ab dem 20. April "eine" (!) weitere Person im Freien außerhalb des eigenen Hausstandes treffen. Weiterhin dürfen ab dem 27. April wieder Geschäfte öffnen - davon ausgenommen sind Gaststätten und Restaurants sowie Geschäfte mit einer größeren Verkaufsfläche von 800 m2 - bereits ab dem 20. April dürften hiervon ausgenommen Baumärkte und Gärtnereien öffnen. Ebenfalls bekannt geben wurde, dass bis zum 31. August keine Großveranstaltungen bundesweit erlaubt werden - somit ist das Aus für den Grafflmarkt aber auch für das Fürth Festival unvermeidbar. Ob die Michaeliskirchweih im Herbst stattfinden kann - wie bereits im Vorfeld schon kritisch diskutiert - ist weiterhin fraglich. Ministerpräsident Söder gab gegenüber der Presse an, dass er persönlich nicht an eine Veranstaltung wie das Oktoberfest in München glaubt. Das wäre, analog gesehen auf Fürth, das Aus für die Kirchweih in diesem Jahr. Ebenfalls betroffen davon sind auch alle Fußballspiele - darunter fällt auch ein Derby-Spiel gegen den benachbarten 1. FCN. Ob die Spiele noch stattfinden, und wenn ja unter Ausschluss des Publikums als sog. Geisterspiele - ist aktuell noch nicht abschließend vom DFB entschieden. Bzgl. der Schulen gibt es auch hier erste Regelungen, die allerdings in Bayern etwas von der Bundesregelung abweicht. So werden ab den 27. April die Schulen wieder schrittweise geöffnet - begonnen werden soll mit den Abschlussklassen - erst dann folgen ab dem 11. Mai die Jahrgänge, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen würden. Ministerpräsident Söder spricht vom Konzept "Ältere vor Jüngere", Grundschulen und Kitas bleiben weiterhin geschlossen - so auch in Fürth.[79] Auch der Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung hielt an diesem Tag eine Pressekonferenz ab - mitten im Herzen der Stadt - vor dem Dreiherrschaftbrunnen in der Fußgängerzone. In weiteren Pressemitteilungen gab er an, wie aus Sicht der Stadtverwaltung die Lockerungen zu interpretieren sind. So werden ab Montag, den 20. April wieder die sog. "klassischen Parteiverkehrsämter" öffnen, jedoch muss vorher telefonisch ein Termin vereinbart werden. Unter diese Ämter fallen insbesondere die Bürgerämter Nord und Süd, Ausländerbehörde, Führerscheinstelle, Kfz-Zulassungsbehörde, Verkehrsbehörde sowie das Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz.[80] Zusätzlich wird von Seiten der Stadt mitgeteilt, dass es umfassende Angebote für Hilfesuchende in der Stadtverwaltung gäbe. Die Telefonnummern können aktuell auf der Homepage der Stadt Fürth eingesehen werden -> direkter Link. Auch die Kompostieranlagen und Recyclinghöfe werden wieder geöffnet - die Stadt Fürth bittet jedoch darum, dass nicht gleich alle am ersten Tag der Öffnung zu den entsprechenden Anlagen fahren, damit es nicht zu einer Überbelastung kommt.
Auf ein ganz anderes Problem hat an diesem Tag der Leiter des Krisenstabs am Klinikum Fürth, Dr. med. Manfred Wagner, hingewiesen. Es zeichnete sich schon anhand der verstorbenen COVID-19-Patienten am Klinikum ab, dass die Stadt Fürth zu einem Hotspot von COVID-19 wird. Ein weiterer Anhaltspunkt kristallisiert sich nun heraus, der diese These unterstützt. Aktuell sind laut Dr. Wagner im Großraum ca. 150 Patienten stationär wegen einer COVID-19-Infektion in Behandlung, davon sind alleine 60 Patienten (fast 40 Prozent) am Fürther Klinikum untergebracht, wodurch das Klinikum mit den größten Anteil der zu versorgenden Patienten abbildet, obwohl es neben solchen Einrichtungen wie der Universität Erlangen oder dem Klinikum Nürnberg eher das kleinere Versorgungszentrum ist. Damit ist klar, dass die meisten der behandlungspflichtigen Patienten aktuell in Fürth liegen - womit das Klinikum vor weiteren Herausforderungen steht. Deshalb hat sich das Klinikum am Donnerstag, den 16. April von der Leitstelle zur Versorgung im Rettungsdienst insoweit "abgemeldet", als das Klinikum nur noch für kritische und sog. "instabile" Patienten zur Verfügung steht - mit Ausnahme der Kinderklinik und Entbindungsstation. Gleichzeitig ist damit auch klar, das bedingt durch die große Grundlast auch eine Vielzahl von Mitarbeitern des Klinikums betroffen sein können. Deshalb hat das Klinikum beschlossen, "alle" Mitarbeiter aus den besonders betroffenen Bereichen auf COVID-19 zu testen.[81]
  • 17. April: Erneut tritt der Oberbürgermeister der Stadt Fürth, Dr. Thomas Jung, vor die Presse und informiert über den aktuellen Stand. Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es zum Zeitpunkt der Pressekonferenz 55 infizierte Personen, die aktuell stationär am Klinikum Fürth behandelt werden müssen. Davon liegen acht Patienten auf der Intensivstation, gleichzeitig sind 99 Betten am Klinikum frei und stehen für weitere Patientenaufnahmen zur Verfügung. Nach Angaben des Gesundheitsamtes sind aktuell 54 Menschen aus Fürth und dem Landkreis nachweislich mit COVID-19 verstorben, davon waren 33 Personen aus dem Landkreis, die restlichen 21 aus dem Stadtgebiet, wovon alleine 18 verstorbene Bewohner aus dem AWO-Fritz-Rupprecht-Heim in Burgfarrnbach kamen. Weiterhin berichtet der Oberbürgermeister, dass die Kita-Gebühren ggfls. aussetzen sollen, da aktuell die Einrichtungen auch noch geschlossen sein. Zur Frage, ob das Fürth Festival bzw. die für den Sommer und Herbst geplanten Veranstaltungen noch stattfinden können, trotz der Aussage der Bay. Staatsregierung über das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August: Für den Zeitraum bis 31. August treffe man noch keine neuen Entscheidungen, solange die Allgemeinverfügung der Staatsregierung nicht vorliegt [...] Zudem sei bislang nicht genau definiert, „was alles unter ,Großveranstaltungen‘ fällt“.[82]
  • 18. April: Am Freitag gab das Landratsamt die ihm aktuell vorliegenden Zahlen zu COVID-19-Todesfällen bekannt. Auffällig dabei war, dass von den 59 verstorbenen Menschen im Stadt und Landkreis Fürth knapp 70 Prozent aus Heimen der Arbeiterwohlfahrt kamen. So legt die örtliche Presse folgenden Zahlen vor: 18 Verstorbene aus dem Fritz-Rupprecht-Heim in Burgfarrnbach, weitere 16 aus Langenzenn, sieben aus Roßtal und weitere sieben aus Cadolzburg. Einen "systemischen" Zusammenhang sieht zumindest der Leiter der Fritz-Rupprecht-Einrichtung nicht, da alle Heime organisatorisch unabhängig seien.[83]
Entgegen der noch am Donnerstag verkündeten Hoffnung, dass evtl. das Fürth-Festival im Juli stattfinden kann, beendete der Wirtschaftsreferent Horst Müller alle diesbzgl. Spekulationen und teilte der Öffentlichkeit mit, dass er keine Chance sähe, wie man das Festival unter den aktuell vorliegenden Bestimmungen stattfinden lassen kann. Eine Absage sei somit unumgänglich. Auf die Frage der Presse, inwieweit dies auch für die Kirchweih im Herbst gelten würde, antwortete Müller noch ausweichend. Die Stadt Fürth sei bemüht, sich eine Planungsoption bis zur letzten Minute offenzuhalten, da kein monatelanger Vorlauf für die Kirchweih notwendig sei. Nach Meinung Müllers könne man innerhalb "von vier Wochen die Kirchweih auf den Weg bringen." Viel schlimmer stünde es aber aktuell bei den 350 in Fürth gemeldeten Betrieben mit Schankerlaubnis. Hier, so Müller, drohen in den nächsten Tagen und Wochen eine Vielzahl von Insolvenzen.[84]
  • 20. April: Auch am 20. April ist klar, dass immer noch knapp 40 % aller stationären COVID-19-Patienten in der Metropolregion am Klinikum Fürth behandelt werden. Von knapp 150 Patienten in den umliegenden Krankenhäusern liegen aktuell 67 am Klinikum, wovon sieben beatmet auf der Intensivstation liegen. Aufgrund der lang anhaltenden hohen Zahl von COVID-19-Patienten hat die Klinikumsleitung beschlossen, a) weiterhin bei der Leitstelle "abgemeldet" zu bleiben und b) eine größere Anzahl von COVID-19-Patienten an die umliegenden Krankenhäuser abzugeben, um die Ressourcenlast gleichmäßig zu verteilen und gleichzeitig die Zahl der COVID-19-Patienten zu reduzieren in der Hoffnung, dass nicht noch mehr Mitarbeiter ebenfalls an COVID-19 erkranken.[85]
Auch das ist den Medien zu entnehmen: Immer mehr Einzelhandelsgeschäfte, aber auch Künstler und Näher, fangen an einfache Schutzmasken zu produzieren, unter anderem auch der in Zirndorf ansässige Spielwarenhersteller Playmobil.[86] Dieser bietet eine Schutzmaske mit Bauanleitung für 4,99 Euro an, wovon 1 Euro in den Corona-Nothilfefonds des Deutschen Roten Kreuzes geht.[87]

Woche 8 - 20. bis 26. April[Bearbeiten]

  • 21. April: Nach den Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung werden seit heute erste Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung erlaubt. So dürfen als Erstes wieder Bau- und Gartenmärkte öffnen. Ebenfalls seit dem 20. April wieder möglich: ein Spaziergang mit einer außerhalb des Haushalts lebenden Person. Allerdings dürfen - entgegen der Bundesregelung - die Geschäfte erst wieder ab dem 27. April öffnen, ausgenommen hiervon sind Geschäfte mit mehr als 800 m2 und vor allem Gaststätten, Kneipen, Cafés und Restaurants.[88] Weiterhin nicht erlaubt sind Veranstaltungen aller Art, Großveranstaltungen sollen in Bayern noch bis zu 31. August verboten bleiben. Inwieweit von dieser Regelung die Michaeliskirchweih betroffen ist, will sich die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister noch bis Anfang September offen halten, allerdings sagte die Stadt München bzw. der Bay. Ministerpräsident das diesjährige Oktoberfest bereits jetzt schon ab - nicht ohne den Hinweis zu geben, dass "ähnliche" Veranstaltungen ebenfalls nicht vorstellbar seien.[89][90] Ebenfalls neu in dieser Woche ist die Empfehlung des Tragens von Mund-Nase-Schutzmasken, insbesondere in den Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs bzw. beim Einkaufen. Ab nächster Woche soll das Tragen der Masken verpflichtend sein.
  • 22. April: Zunehmend mehr Gastronomen machen sich über die aktuelle Situation lautstark Gedanken. Zwar helfen die über die schlimmsten finanziellen Einschnitte erstmal die ermäßigte Mehrwertsteuer von "nur" sieben statt 19 Prozent auf ToGo-Produkte weiter, aber der Umsatz lässt nach wie vor zu wünschen übrig - und das bei bestem Biergartenwetter. Auch solche in Fürth bekannten und lieb gewonnen Institutionen wie z. B. die Kofferfabrik oder das Babylon-Kino geben gegenüber der Presse bekannt, dass sie zwar einerseits die Solidarität der bisherigen Stammkunden zu schätzen wissen - dennoch werde die Luft langsam knapp.[91]
  • 24. April: Viele Geschäfte in Fürth stehen wieder in den Startlöchern und bereiten sich auf die von der Regierung erlaubte Wiedereröffnung ihrer Geschäfte ab der kommenden Woche vor. Öffnen dürfen demzufolge alle Geschäfte mit einer Verkaufsfläche unter 800 m2 - ausgenommen sind also hiervon z. B. Geschäfte wie die Textilgeschäfte C & A und Wöhrl, aber auch der das Geschäft TK Maxx in der Neuen Mitte, IKEA und der Elektromarkt Saturn müssen geschlossen bleiben - während Garten- und Baumärkte mit weit über 800 m2 Verkaufsfläche öffnen dürfen. Wirtschaftsreferent Horst Müller gibt sein Unverständnis gegenüber der Presse bekannt und teilt die Meinung vieler Menschen in der Öffentlichkeit, dass er für die "Öffnungsdiskussionsorgien" wenig Sympathien hegt.[92]

Woche 9 - 27. April bis 3. Mai[Bearbeiten]

Wiedereröffnung der Geschäfte in der Innenstadt - lange Warteschlangen, bedingt durch die Vorgaben der COVID-19-Pandemie, Mai 2020
  • 27. April: Viele Geschäfte haben wieder geöffnet. Dabei ist stets die Maskenpflicht einzuhalten - aber auch das Abstandsgebot. Einige Geschäfte mussten auf Grund ihrer Größe eine bestimmte Anzahl von Gästen im Vorfeld festlegen, sodass sich nie zuviele Kunden gleichzeitig in einem Geschäft aufhalten. Der Montag bleibt bei vielen Geschäften noch verhalten, was die Kundenzahl anbelangt, auch die Geschäftsinhaber sind zunächst in der Grundstimmung über den ersten Tag nur verhalten optimistisch. Lediglich Geschäfte mit mehr als 800 m2 erneuern ihre Kritik über die Zulässigkeit der Öffnungsbeschränkung. Erste gerichtliche Verfahren scheinen ihren Bedenken recht zu geben.[93]
  • 28. April: Nun ist es amtlich: auch Geschäfte mit mehr als 800 m2 dürfen öffnen, wie z. B. Saturn, Wöhrl oder TK Maxx. Eine erste gerichtliche Entscheidung hatte die Öffnung dieser Geschäfte erlaubt, sodass nun auch Fürther Unternehmen dies sofort in die Tat umsetzten - allerdings mussten sie ihren Verkaufsraum um die besagte Größe reduzieren. So öffnete Saturn nur im vorderen Drittel - während alle anderen Bereiche im Verkaufsraum für die Öffentlichkeit gesperrt waren. Die meisten größeren Einzelhandelsgeschäfte öffnen bereits noch an diesem Tag wieder ihre Geschäfte, ansonsten blieb der zunächst erwartete Ansturm auf die anderen Geschäfte aus - auch wenn die Geschäftsinhaber dennoch insgesamt mit den ersten beiden Tagen zufrieden waren.
Dafür kommt es aber zu einem ganz anderen Ansturm, mit dem man vielleicht so nicht gerechnet hatte. Nachdem die Tafel ihren Betrieb bis auf weiteres eingestellt hatte, hatte ein alternatives Bündnis aus Freiwilligen eine "alternative Tafel" auf die Beine gestellt. Neben Organisationen wie das Fürther Bündnis gegen Rechts, dem Fanprojekt Fürth von der Kinderarche, aber auch SpVgg-Fan-Gruppierungen wie die Horidos, Stradevia und Sportfreunde Ronhof, versuchten sie den bisherigen "Service" für Bedürftige aufrecht zu erhalten. Bereits deutlich vor der Öffnung der Essensausgabe bildeten sich in der Theresienstraße lange Schlangen von bedürftigen Menschen. Waren es nach eigenen Angaben in der ersten Woche noch knapp 50 Personen, die den Weg in die Theresienstraße fanden, kamen nur eine Woche später bereits über 120 Menschen.[94]
  • 29. April: Zum zweiten und letzten Mal traf sich der sog. Ferienausschuss des Stadtrates. Der Ferienausschuss setzt sich aus den Mitgliedern des Finanz- und Verwaltungsausschusses zusammen und hat in den Zeiten der COVID-19-Pandemie Sonderrechte. Er vertritt den Stadtrat und kann nicht aufschiebbare bzw. dringliche Entscheidungen, die sonst in den regulären Ausschüssen, Gremien oder im Stadtrat beschlossen worden wären, stellvertretend entscheiden. Aufgrund der hygienischen Vorgaben - Stichwort: Mindestabstand - fanden beide Ferienausschüsse jeweils in der Stadthalle statt. Gleichzeitig war der Ferienausschuss am 29. April der letzte Ausschuss der Stadtratsperiode 2014 - 2020, ein regulärer Stadtrat bei dem die ausscheidenden Stadtratsmitglieder entsprechend verabschiedet hätten werden können, fand nicht mehr statt. Bei dieser Sitzung waren letztmalig als Stadtrat mit vertreten: Barbara Fuchs (Grüne), Dagmar Svoboda (Grüne), Jörg Vollbrecht (SPD) und Ayhan Yesil (SPD). Mit einer der letzten Entscheidungen dieses Ausschusses: Der Erlass von Sondernutzungsgebühren für Gastronomen und Händlern aufgrund der Corona-Krise.[95] Nicht beschlossen wurde das kostenlose Parken in der Innenstadt und die kostenlose Möglichkeit der Nutzung des ÖPNV während der Corona-Krise. Ein entsprechender Vorstoß der CSU-Fraktion fand keine Mehrheit.
  • 30. April: Der Medizinische Direktor sowie Leiter des Pandemie-Kristenstabs am Klinikum Fürth, Dr. med. Manfred Wagner, gab im täglichen Mitarbeiter-Podcast des Klinikums bekannt, dass das Klinikum für den Rettungsdienst wieder "normal" anfahrbar ist. Zuvor musste sich das Klinikum an der Leitstelle abmelden, da die Anzahl der an COVID-19 positiv getesteten bzw. unter Quarantäne stehenden Patienten die Organisation zunehmend belastete, während sich gleichzeitig fast 200 Beschäftigte des Klinikums inzwischen ebenfalls in Quarantäne befinden. Um schneller auf das weitere Infektionsgeschehen reagieren zu können, hat die Klinikumleitung mit sofortiger Wirkung beschlossen, alle 2 600 beschäftigten Mitarbeiter des Hauses auf COVID-19 zu testen, sowie bei allen stationär aufgenommen Patienten. So finden täglich ca. 150 Mitarbeiter-Testungen statt, während bereits ein hoher dreistelliger Anteil der Belegschaft getestet wurde.[96]
Transparent am 1. Mai in der Innenstadt
  • 1. Mai: Erstmals seit Jahrzehnten findet in Fürth keine 1. Mai-Kundgebung statt. Die Gewerkschaft DGB hatte zuvor alle Kundgebungen aufgrund der Corona-Krise abgesagt, sodass deutschlandweit keine offizielle Kundgebung vonseiten des DGB stattgefunden hat. Lediglich ein paar Demonstranten fanden sich in Fürth auf dem Kohlenmarkt ein und hinterließen ein paar Plakate und Transparente - sonst blieb der 1. Mai in Fürth ruhig. Nicht ausschließen ist allerdings, dass einige Fürther den Weg nach Gostenhof in Nürnberg zum Revolutionären 1. Mai gefunden haben, und dort unter den ca. 300 Demonstranten mitdemonstrierten.
  • 2. Mai: Der erste "normale" verkaufsoffene Samstag seit Wochen fand seinen Abschluss in langen Warteschlangen vor den Geschäften in der Innenstadt. Bei vielen Filialen, wie dem New Yorker, TK Maxx, Wöhrl, Saturn, aber auch kleineren Geschäften, wie die Buchhandlungen Osiander oder Edelmann, bildeten sich Corona bedingt im Außenbereich Warteschlangen, da die Zahl der Kunden in den Geschäftsräumen limitiert war. Trotz der zum Teil langen Wartezeiten hatten die meisten Kunden viel Verständnis für die Maßnahmen. Ebenfalls beobachtbar war, dass sich die meisten Kunden an den Maskenzwang inzwischen weitestgehend gewöhnt hatten. Ab nächster Woche dürfen wieder die Inhaber von Friseurgeschäften öffnen, hier wird vonseiten der Öffentlichkeit ein größerer Ansturm erwartet.

Woche 10 - 4. Mai bis 10. Mai[Bearbeiten]

  • 4. Mai: Die erste genehmigte Demonstration nach Einschränkung des öffentlichen Lebens fand an diesem Tag in Fürth wieder statt. Die Demonstration, vermutlich von Aktivisten der Extinction Rebellion, hatte den Klimanotstand zum Thema und fand unter strengen Sicherheitsauflagen bzw. Abstandsregeln auf dem Kohlenmarkt gegen 17/18 Uhr statt.
  • 5. Mai: Während der Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung gegenüber der Presse bekannt gibt, dass die Corona-Lockerungen ein "Gebot der Stunde" seien, die seiner Meinung nach Lockerungen u.a. auf Spielplätzen und Sportplätzen denkbar machen - muss er gleichzeitig weitere Veranstaltungsabsagen bekannt geben.[97] So werden nach heutigem Kenntnisstand folgende Veranstaltungen abgesagt: Grafflmarkt (Juni); Sommerfest Hardhöhe; Jakob-Wassermann-Literaturpreis; Klassik Open Air und die Kirchweihen Eigenes Heim, Burgfarrnbach, Ronhof, Unterfarrnbach, Fürberg und Stadeln. Ob die Michaelis-Kirchweih stattfindet, oder nicht, ist nach wievor nicht abschließend geklärt.[98] Am 5. Mai fand letztmalig die Nahrungsmittelausgabe der sog. Alternativen Tafel in der Theresienstraße statt. Damit endete das solidarische Projekt einiger Fürther Initiativen, nachdem die Fürther Tafel während der Pandemie-Zeit ihr Engagement einstellen musste.[99]
  • 7. Mai: Die Zahl der Infektionen ist weiter Rückläufig, weshalb die sog. Schwerpunktpraxen für COVID-19-Verdachtsfälle im Stadtgebiet und im Landkreis wieder geschlossen werden. Die Drive-Trough-Teststelle in der Seeackerstraße bleibt zunächst noch bestehen, wird aber seine Kapazitäten deutlich herunterfahren. So steht der Service nur noch montags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr auf jeweils nur einer der ursprünglich vier Spuren zu Verfügung.[100] Am 7. Mai fand auch erstmals die konstituierende Stadtratssitzung einer neuen Legislaturperiode nicht im historischen Rathaus statt, sondern in der Stadthalle. Dabei wurde erstmals auch wieder seit über 25 Jahren ein 3. Bürgermeister gewählt.[101]
  • 8. Mai: Am Klinikum Fürth sinken die Fallzahlen der COVID-19-Patienten, am Klinikum sind am 8. Mai 20 COVID-19-Patienten, wovon fünf auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Bereits zum 9. Mai werden Besuchslockerungen für Patienten eingeführt, in dem eine registrierte Person einen Patienten am Klinikum Fürth besuchen darf. Seit dem 8. Mai liegt nun auch eine Erlaubnis des Gesundheitsamtes vor, die es dem Klinikum erlaubt ab sofort wieder Patienten in Zwei-Bettzimmer unterzubringen. Damit fährt das Klinikum den Regulärbetrieb langsam wieder hoch, aktuell werden bereits ca. 40 geplante Patienten pro Tag wieder aufgenommen. Am dem 11. Mai werden zur Zeit leerstehende Stationen in Betrieb genommen, so dass der "normale Betrieb" wieder aufgenommen werden kann. In der Zwischenzeit werden weiterhin alle Mitarbeiter der 2.600 Beschäftigen des Klinikums auf eine aktuelle COVID-19-Infektion getestet - pro Tag ungefähr 100 Mitarbeiter.
  • 10. Mai: Der 10. Mai als sog. Muttertag stellt vorallem viele Altenheime und Senioreneinrichtungen vor hohen Herausforderungen. Die bisherigen Kontaktverbote wurden nun gelockert, sodass in vielen Einrichtungen erstmals seit Wochen wieder externe Besucher ihre Angehörigen besuchen dürfen. Allerdings ist die Zahl zulässigen Besucher stark limitiert und nur meinst nach Terminvorgabe möglich. Viele Fürtherinnen und Fürther nutzen die Gelegenheit und besuchten an diesem Tag ihre Angehörigen, auch wenn manchen Einrichtung von dem Ansturm, aber auch von der Lockerung der Regelung, wenig begeistert waren.[102]

Woche 11 - 11. Mai bis 17. Mai[Bearbeiten]

  • 10. Mai: Die Lockerungen werden weiter spürbar im Stadtbild. Seit dem 10. Mai sind wieder an vielen Fürther Schulen die Schüler zum Unterricht zugelassen. Nicht nur Abschlussklassen, die bereits zwei Wochen vorher wieder zur Schule gehen durften, sind jetzt in den Schulen anzutreffen, sondern auch Schüler aus Übergangsklassen. Mit der Lockerung der Schulregelungen ging auch eine Reduzierung der Schulklassengrößen einher. So durften max. 15 Schüler in einer Klasse als Gruppe gleichzeitig unterrichtet werden, während der Rest der Klasse sich mit Arbeitsblättern und Aufgaben im häuslichen Umfeld aufhalten musste. Anschließend erfolgte der Wechsel der Gruppen, sodass immer nur eine der beiden Gruppen an der Schule anwesend waren.[103] Auch die Geschäfte im Stadtgebiet hatten wieder regulär geöffnet - insbesondere die Geschäfte, die einen größere Verkaufsfläche von 800 qm aufwiesen. So hatten ab Montag wieder alle Möbelmärkte, Einrichtungshäuser, Bekleidungsgeschäfte und der Elektromarkt Saturn regulär auf der kompletten Verkaufsfläche geöffnet. Dabei war aber nur eine begrenzte Anzahl von Personen pro Quadratmeter gleichzeitig im Verkaufsraum zugelassen, worauf Sicherheitskräfte im Eingangsbereich zu achten hatten. Ebenfalls wieder geöffnet haben die Museen im Stadtgebiet bzw. das Stadtarchiv, auch hier gelten entsprechende Hygienevorschriften, die vor Ort bekanntgegeben werden bzw. auf dessen Einhaltung durch das entsprechende Personal geachtet wurde.[104]
  • 11. Mai: Die Gutschein-Plattform "Ein Herz für Fürth" meldete nach anfänglich zögerlichem Start inzwischen beachtliche Verkaufszahlen. Im Durchschnitt würden inzwischen viele Menschen Gutscheine für ca. 30 Euro kaufen. So sind rund 900 Gutscheine über die Plattform verkauft worden mit einer Gesamtsumme von knapp 27.000 Euro - die nun mehr als 50 Fürther Geschäften aus allen Branchen zu Gute kommen, insbesondere den stark betroffenen Gastro-Betrieben, die sich nur durch sog. ToGo-Verkäufe mehr schlecht als recht über Wasser halten konnten.[105] Aufgrund des Erfolges der Online-Plattform denken die Betreiber darüber nach, ob sie das Angebot auch nach Zeit der Corona-Pandemie aufrecht erhalten, quasi als "lokales Gegenangebot" zu dem Versandriesen Amazon.
Während viele Gastro-Betriebe auf das direkte To-Go Geschäft setzen bzw. auf den Verkauf von Gutscheinen, setzen manch andere Gastronomen auf weitere innovative Verkaufskonzepte. So setzt der aus dem örtlichen Fernsehen bekannte TV-Koch Rainer Mörtel auf den Verkauf seiner zubereiteten Lebensmittel im Automaten vor Ort. So können bei ihm vor Ort aus dem Automaten neben Schweineschnitzel, Rinderrouladen und Hähnchengeschnetzeltes auch vegane Speisen gekauft werden. Neben dem Automatenstandort in Burgfarrnbach sucht der TV-Koch noch zwei weitere Standorte im Stadtgebiet, da er seinen Tätigkeitsschwerpunkt auf diese neue Vermarktungsidee setzen will. Das war auch nach eigenen Angaben der Grund, warum er sein Restaurant "Rainer´s Restaurant" im benachbarten Boxdorf zum Jahresende geschlossen hatte, allerdings hat sich der Wechsel zur neuen "Automaten-Idee" aufgrund der COVID-19-Pandemie verzögert.[106]
  • 13. Mai: Das Klinikum erhält durch die P&P-Stiftung eine Spende über 175.000 Euro.[107] Mit dieser Spende ist die Anschaffung von zwei Laborgeräten (BD-MAX) zur COVID-19-Testung möglich, sodass die Testung der Patienten und Mitarbeiter noch schneller als bisher erfolgen kann. Laut Aussagen des Klinikums war die Beschaffung der Geräte aufgrund der allgemeinen Marktsituation extrem schwierig - dennoch ist es dem Klinikum gelungen, auf der europaweiten Auslieferungsliste auf Platz von 90 zu gelangen. Neben den zwei Geräten für das Klinikum hat die P&P-Stiftung weitere 325.000 Euro für städtische Einrichtungen gespendet. So wurde u. a. das städtische Stiftungsaltenheim mit zusätzlichen Schutzeinrichtungen versehen. Gleichzeitig wurden alle 44 Schulen im Stadtgebiet dank der Spende mit Desinfektionsspendern ausgestattet. Das Klinikum hat im Rahmen des täglichen Podcast bekannt gegeben, dass die seit sieben Wochen kostenlos zur Verfügung stehenden Parkplätze auf dem Gelände des Klinikums ab nächster Woche in dieser Form nicht mehr in der gewohnten Form vorgehalten werden können. Hintergrund dieser Entscheidung war, dass durch die Lockerung der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zunehmend wieder die Parkplätze durch Besucher beansprucht werden, sodass eine kostenlose Nutzung bei gleichzeitiger Belegung durch die Mitarbeiter in der bisherigen Form nicht mehr möglich ist.[108]
  • 15. Mai: Vermutlich das erste Mal in der Stadtgeschichte hängt noch flächendeckend im gesamten Stadtgebiet die Wahlkampfwerbung der Parteien zur Kommunalwahl, obwohl die Wahl bereits zwei Monate zurückliegt. An vielen Litfaßsäulen, Plakatwänden, Werbefassaden oder Bushaltestellen prangen noch Lokalpolitiker aller Parteien im Stadtraum und werben für die Wahl am 15. März, vor allem der nicht mehr gewählte SPD-Politiker Ayhan Yesil prangt noch großflächig auf vielen Werbeflächen im gesamten Stadtgebeit. Grund dieses Umstandes ist einfach wenn auch traurig, da durch die Coronakrise schlichtweg die Kunden für die Werbeflächen weggebrochen sind, sodass die "alte (Wahl-)Werbung" einfach weiter hängt, bis jemand die Fläche wieder neu mietet. Wie lange dieser Umstand noch anhält, ist aktuell nicht bekannt - bis dahin werden wohl weiterhin Kommunalpolitiker für eine längst stattgefundene Wahl und letztendlich für sich selbst als Person "werben".
  • 17. Mai: Das ursprünglich für den 17. März geplante Fußballspiel der Spielvereinigung gegen den Hamburger HSV fand mit einer Verzögerung von neun Wochen im Sportpark Ronhof statt. Unter verstärkten Hygieneauflagen für Spieler, Trainer und Betreuungspersonal fand das Spiel vor leeren Publikumsrängen statt. Auch alle weiteren Spiele der Saison werden nach aktuellem Beschlussstand des DFB als sog. Geisterspiele stattfinden, worüber die Fanszene wenig bis gar nicht begeistert ist. Immerhin konnte die Spielvereinigung ein 2:2 unentschieden gegen den Tabellenzweiten HSV an diesem Tag erreichen und blieb stabil auf dem fünften Platz der Tabelle, während der benachbarte Fußballverein gegen St. Pauli in dem angesetzten Nachspiel 0:1 verlor, und damit weiter auf einem Abstiegsplatz der 2. Liga verharrte. Auch Neu in Zeiten der Corona-Krise: nach dem Spiel fand keine Pressekonferenz für Journalisten wie üblich statt. Stattdessen mussten die Journalisten ihre Fragen in einer Whatsapp-Gruppe gegenüber dem Pressesprecher Immanuel Kästlein der Spielvereinigung angegeben - dieser leitete dann die Frage an den entsprechenden Spieler oder Trainer weiter - sodass eine Antwort dann über Bande an die Journalisten zurück gespielt wurde.[109] Das nächste geplante Spiel musste sogleich abgesetzt werden, da die Mannschaft von SG Dynamo Dresden sich geschlossen in Quarantäne befand. Während im Stadion ein vermeintlich hoher hygienischer Standard in Sachen Corona eingehalten wurde, konnte im Stadtbebiet genau das Gegenteil beobachtet werden - zumal das Ausüben von Mannschaftssport wieder zugelassen ist. Bereits am Samstag, aber auch verstärkt am Sonntag, konnte ein reger Sportbetrieb auf dem Schießanger beobachtet werden, wie zu Zeiten vor Corona.

Woche 12 - 18. Mai bis 24. Mai[Bearbeiten]

Information für Gastsättengäste, Mai 2020
  • 18. Mai: Seit heute dürfen die Gaststätten wieder ihre Türen öffnen, jedoch nur im Außenbereich - und die Tische müssen einen Mindestabstand von 1,5 m aufweisen. In vielen Gaststätten wurde an diesem Tag bereits ein reges Treiben beobachtet, allerdings mussten sie ihren Betrieb abends jeweils um 20 Uhr schließen. Viele Gaststätten verzichteten jedoch auf diese Form des Betriebes, da nach Einhaltung der Abstandsflächen sich die Außenschankflächen soweit dezimierten, dass ein kostendeckender Betrieb nicht möglich war - stattdessen betrieben viele Gaststätten weiterhin das sog. "ToGo-Geschäft" weiter. Auch wurden die zusätzlichen Hygienevorschriften von vielen Wirten als praxisfremd und in einigen Fällen als kaum umsetzbar eingeschätzt. Ab nächster Woche sollen weitere Lockerungen der Öffnungszeiten kommen.
Ein Wirtschaftsunternehmen, dass von der Corona-Krise durchaus profitieren konnte, ist das in Fürth ansässige Unternehmen des Diplomingenieurs Reza Tabrizi. Mit der Herstellung von Plexiglas hat seine Firma aktuell dicke Auftragsbücher, da in fast allen Verkaufsräumen ein sog. "Spuckschutz" angebracht werden muss; ein Produkt, das in seinem Betrieb bestens bekannt ist - und reißenden Absatz findet.[110]

Verdachtsfälle und bestätigte Fälle[Bearbeiten]

COVID-19-Fälle in Fürth, Stand 28. Mai 2020
  • 1. März: drei Verdachtsfälle unter Quarantäne
  • 8. März: vier positiv getestete Personen
  • 13. März: sieben positiv getestete Personen, ein Verdachtsfall - 85 Personen vorsorglich unter Quarantäne
  • 18. März: der erste positiv getestete und intensivmedizinisch behandlungspflichtige Fall in Fürth ist bestätigt
  • 20. März: laut dem Robert-Koch-Institut gibt es in Fürth 22 bestätigte Covid-19-Fälle[111][112]
  • 26. März: Im Stadtgebiet sind inzwischen 37 bestätigte COVID-19-Fälle erfasst, wovon zwei aktuell stationär im Klinikum Fürth behandelt werden müssen. Das sind insgesamt 8 Fälle mehr als noch am Vortag.[113]
  • 27. März: Im Stadtgebiet sind 43 bestätigte COVID-19-Fälle erfasst, sechs mehr als am Vortag.[114]
  • 28. März: Im Stadtgebiet sind 51 bestätigte COVID-19-Fälle erfasst, sechs mehr als am Vortag.[115]
  • 29. März: Die Zahl der positiv bestätigten Fälle ist sprunghaft angestiegen - von gestern 51 auf heute 71.
  • 30. März: Im Stadtgebiet wurde die erste an COVID-19 gestorbene Person gemeldet, die Zahl der positiv getesteten Personen stieg nur leicht auf 75 Personen.[116]
  • 1. April: Laut Daten des Robert-Koch-Instituts sind inzwischen im Stadtgebiet 91 positiv getestete Personen gemeldet worden.[117] Die kurzfristige Abflachung der Kurven ist damit erklärbar, dass am Wochenende die ermittelten Zahlen an das Robert-Koch-Institut nur bedingt weitergegeben bzw. im Institut zum Teil verspätet im System eingepflegt werden, sodass am Wochenende bzw. am Montag zunächst ein Rückgang zu beobachten ist, der aber am Anfang der Woche statistisch wieder "aufgeholt" bzw. korrigiert wird.
  • 4. April: Die Zahl der positiv getesteten Personen stagniert seit einigen Tagen und pendelt sich bei ca. 100 Personen ein.[118]
  • 5. April: Nachdem die Zahlen der letzten Tage stagniert haben, kommt es am Wochenende zu einem sprunghaften Anstieg der positiv getesteten Fälle. Fast 40 neue Fälle werden im Stadtgebiet gezählt, der aktuelle Stand beläuft sich am Sonntag auf 141 positiv getestete Personen.[119]
  • 9. April: In nur sechs Tagen sind die positiv getesteten Personen von 100 auf über 200 gestiegen, während seit dem 5. April täglich mindestens ein Toter zu verzeichnen ist.
  • 16. April: Die örtliche Presse titelt an diesem Tag, dass Fürth (inkl. Landkreis) der fränkische Hotspot der Corona-Pandemie ist.[120] Zusammen mit dem Landkreis hat Fürth inzwischen 617 positiv getestete Personen und 50 Tote. Die Stadt Nürnberg hat zur gleichen Zeit "nur" 14 Todesfälle und Erlangen gar nur einen Toten zu verzeichnen. Auch die Zahl der positiv getesteten ist in den Nachbarstädten deutlich geringer. So verzeichnet Erlangen bis zum 16. April lediglich 173 und Nürnberg 740 Personen.[121]
  • 13. Mai: Die Fallzahlen sind weiter Rückläufig im Großraum. Insgesamt sind im Großraum 109 positiv getestete Fälle in den Kliniken bekannt, davon mussten 26 auf den umliegenden Intensivstationen behandelt werden. In Fürth lagen aktuell am 13. Mai 17 positiv getestete Patienten, wovon lediglich zwei Patienten intensivpflichtig waren. Damit wird am Klinikum Fürth die Zahl der Betten für COVID-19 positiv getesteten Patienten weiter reduziert - das Klinikum hält jeweils nur noch eine Station für sog. Verdachtsfälle und eine für positiv getestete Patienten vor. Insgesamt wurden laut dem Robert-Koch-Institut im Stadt und Landkreis aktuell 850 positiv getestete Personen registriert, wovon 89 Patienten als Todesfall im Rahmen einer COVID-19 Statistik gezählt werden.[122]
  • 18. Mai: Das Klinikum gibt einen Zwischenstand bekannt. Bis dato hat das Klinikum insgesamt 170 Menschen aus dem Landkreis und Stadtgebiet Fürth mit COVID-19 stationär behandelt, ca. 12 Prozent der betroffenen (21 Patienten) mussten auf der Intensivstation behandelt werden. In der Regel musste ein COVID-19 Patient auf der sog. "Normalstation" 16,5 Tage verbleiben, während eine Intensivbehandlung in der Regel 35 im Durchschnitt dauerte. Am Klinikum selbst, dass alle Mitarbeiter bereits frühzeitig auf COVID-19 testete, wurden 64 Ärzte und Pflegekräfte positiv getestet, allerdings war vom Personal laut Aussage des Medizinischen Direktors und Leiter des Pandemie Krisenstabs am Klinikum, Dr. med. Manfred Wagner, niemand ernsthaft erkrankt.[123]

Todesfälle[Bearbeiten]

  • 25. März 2020: Erster bestätigter Todesfall (männlich, 80+ Jahre)[124]
  • 26. März 2020: Zweiter Todesfall in Fürth (weiblich, 80+ Jahre)
  • 4. April 2020: Dritter Todesfall in Fürth (männlich, 60-79 Jahre)
  • 7. April 2020: Die Zahl der Todesopfer ist auf sechs gestiegen, das RKI meldete für den 6. April drei an COVID-19 verstorbene Patienten.
  • 10. April 2020: Die Zahl der Todesopfer im Stadtgebiet ist inzwischen laut RKI auf 11 Personen gestiegen.
  • 15. April 2020: Laut der Stadt Fürth gibt es 20 Todesopfer.[125] Dem steht die Aussage des Robert-Koch-Instituts gegenüber mit 15 Todesfällen.[126]
  • 16. April 2020: Gemeinsam mit dem Landkreis werden inzwischen in Fürth 50 Todesfälle registriert - weit mehr als in den Nachbarkommunen in Mittelfranken. Insbesondere im Landkreis ist eine Vielzahl von Todesfällen in Senioreneinrichtungen zu verzeichnen gewesen.
  • 9. Mai 2020: Das Robert-Koch-Institut zählt am Anfang Mai insgesamt 33 Todesfälle aus dem Stadtgebiet Fürth, die in Verbindung mit dem COVID-19-Virus standen. Mit dem Landkreis Fürth zusammen sind insgesamt 89 Todesfälle offiziell registriert worden.[127]

Die wichtigsten Bekanntmachungen[Bearbeiten]

Geschäftsschliessungen[Bearbeiten]

Anbei eine Auflistung folgender Geschäfte, Unternehmen oder Gaststätten die aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie ihr Geschäft für immer geschlossen bzw. aufgrund des Shutdown ihre Entscheidung zur Schließung frühzeitig vorgenommen haben. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit:

Lokalberichterstattung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Stadt Fürth - Infektionsfälle in Fürth - Homepage
  • Stadt Fürth - Informationen zum Coronavirus - Homepage
  • Stadt Fürth - Update: Coronavirus und Veranstaltungen - Homepage
  • SARS-CoV-2 - Wikipedia
  • Robert-Koch-Institut - COVID 19 (Coronavirus SARS-CoV-2) - Homepage
  • Robert-Koch-Institut - COVID-19-Dashboard - online abrufbar
  • Bay. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Übersicht der Fälle von Coronavirusinfektionen - online abrufbar
  • Weltweite COVID-19-Daten vom privaten "Datensammler" und Schüler Avi Schiffmann - Homepage
  • Fürther Helfen - Initiative zur ehrenamtlichen Hilfe - Homepage
  • Ein Herz für Fürth - Soli-Hilfe für den Einzelhandel - Homepage
  • Fürther sind Solidarisch - Alternative Tafel - Homepage
  • Kultur vor dem Fenster - Soli-Hilfe für Künstler - Homepage
  • Klinikum Fürth - COVID-19-Podcast für Beschäftigte (öffentlich zugänglich) - Podcast
  • Corona-Fallzahlen und Aktuelles aus dem Landkreis Fürth - Gesundheitsamt Fürth/ Fürth-Land

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Claudia Ziob: Coronavirus: Erste Verdachtsfälle in Fürth und im Landkreis. In: Fürther Nachrichten vom 3. März 2020, S. 27 (Druckausgabe)
  2. Claudia Ziob: Coronavirus: Erste Verdachtsfälle in Fürth und im Landkreis. In: Fürther Nachrichten vom 3. März 2020, S. 27 (Druckausgabe)
  3. Stadt Fürth, BMpA Presse-Information 109/20 vom 4. März 2020, Coronavirus: Keine Absage für Klezmer-Festival und Gesundheitsmesse
  4. Stadt Fürth, BMpA Presse-Information 109/20 vom 4. März 2020, Coronavirus: Keine Absage für Klezmer-Festival und Gesundheitsmesse
  5. Stadt Fürth, BMpA Presse-Information 123/20 - Corona-Virus: Erste Fälle und eine Schulschließung
  6. Stadt Fürth, BMpA Presse-Information 125/20, Coronavirus: Frühlingsmarkt findet statt - Konzertabsagen in der Stadthalle
  7. Martin Schano: Horrorszenario Geisterspiel. In: Fürther Nachrichten vom 11. März 2020, S. 35 (Druckausgabe)
  8. Stadt Fürth, Allgemeinverfügung zum Verbot von Veranstaltungen mit zwischen 500 und 1000 Teilnehmern, vom 12. März 2020
  9. Stadt Fürth, BMpA Presse-Information 131/20 vom 12. März 2020 - Stadt Fürth schränkt Veranstaltungen generell ein - Frühlingsmarkt und Verkaufsoffener Sonntag abgesagt - Stadttheater ab morgen keine Vorstellungen mehr
  10. fn: Kehrtwende: Kein Frühlingsfest, auch Stadttheater bleibt zu. In: Fürther Nachrichten vom 12. März 2020
  11. br-online, Online abgerufen am 12. März 2020 | 21.38 Uhr - Bayern entscheidet über Schulschließungen: Infos am Freitag
  12. Stadt Fürth, BMpA Presse-Information 129/20 - Wichtige Hinweise zur Kommunalwahl am Sonntag, 15. März
  13. fn: Schulen und Kitas in Bayern bleiben ab Montag geschlossen. In: Fürther Nachrichten vom 13. März 2020 - online abrufbar
  14. Stadt Fürth, Amt für Tourismus: Absage aller Stadtspaziergänge bis einschließlich - E-Mail vom 13. März | 10:16 Uhr
  15. fn: Bundesliga wegen Coronavirus unterbrochen: Das plant der DFL. In: Fürther Nachrichten vom 13. März 2020 - online abrufbar
  16. ako: Spielbetrieb vorerst eingestellt: Partien von FCN und Fürth fallen aus. In: Fürther Nachrichten vom 13. März 2020 - online abrufbar
  17. Stadt Fürth, BMpA - Presse-Information vom 13. März 2020, 134/20 - Coronavirus: Alle Schulen, Kitas und Kindergärten geschlossen.
  18. Stadt Fürth Homepage, online abgerufen am 14. März 2020, 12.14 Uhr
  19. Birgit Heidingsfelder: Coronavirus: Klinikum verschärft Besucherregelungen. In: Fürther Nachrichten vom 12. März 2020
  20. Stadt Fürth, Homepage online abgerufen am 14. März 2020, 20.48 Uhr
  21. Wolfgang Händel: Corona: Fürth senkt Event-Besuchergrenze auf 100. In: Fürther Nachrichten vom 14. März 2020
  22. Sabine Rempe: Fürther Promis: „Wir müssen uns alle aufraffen und wählen gehen“. In: Fürther Nachrichten vom 15. März 2020
  23. 23,0 23,1 vgl. Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales vom 16.03.2020, Az. 51b-G8000-2020/122-67 - [Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales vom 16.03.2020, Az. 51b-G8000-2020/122-67 online abrufbar]
  24. Katastrophenfall: Diese Regeln gelten in Bayern (BR24)
  25. Stadt Fürth Homepage, online abgerufen am 18. März 2020 - online abrufbar
  26. Br24 Homepage - online abgerufen am 18. März 2020 - online abrufbar
  27. Claudia Ziob: Klinikum lässt kaum noch Besuche zu. In: Fürther Nachrichten vom 18. März, S. 26 (Druckausgabe)
  28. Claudia Ziob: Erster Corona-Fall am Klinikum. In: Fürther Nachrichten vom 18. März 2020 - online abrufbar
  29. Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 20.03.2020, Az. Z6a-G8000-2020/122-98 im Internet
  30. Ausgangsbeschränkung: Was in Bayern noch erlaubt ist, BR24 vom 20.03.2020
  31. Laufen trotz Ausgangssperre erlaubt, Runner's World vom 20.03.2020
  32. Birgit Heidingsfelder: Das Fürther Klinikum macht 130 Betten frei. In: Fürther Nachrichten vom 20. März 2020 - online abrufbar
  33. Sabine Rempe: Comödie gegen Corona: Waltraud & Mariechen im Netz. In: Fürther Nachrichten vom 20. März 2020 - online abrufbar
  34. Luisa Degenhardt: Artikel Bildergalerie Karte Fürther Polizei überwacht die Ausgangsbeschränkung. In: Fürther Nachrichten vom 21. März 2020 - online abrufbar
  35. vgl. Gesetz über den Ladenschluß - online abrufbar
  36. Bay. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Homepage online abgerufen am 23. März 2020 | 17.51 Uhr - online abrufbar
  37. fn: Fürther Busverkehr wird weiter zurückgefahren. In: Fürther Nachrichten vom 23. März 2020 - online abrufbar
  38. Allgemeine Verordnung des Bay. Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Schreiben vom 20. März 2020
  39. Klinikum Fürth Homepage, online abgerufen am 25. März 2020 | 20:03 Uhr - online abrufbar
  40. Claudia Ziob: Das Klinikum bereitet sich vor. In: Fürther Nachrichten vom 25. März 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  41. Presseinformation der Stadt Fürth vom 26. März 2020, Nr. 153/20
  42. fn: Corona: Mehrere Behandlungszentren in Fürth geplant. In: Fürther Nachrichten vom 28. März 2020 - online abrufbar
  43. Klinikum Fürth Podcast vom 27. März 2020 - online abrufbar
  44. Pressekonferenz des Bayerischen Staatsregierung am 30. März 2020, 12:25 Uhr, abgerufen über den BR24-Livestream
  45. Auf den Internetseite des Landesregierung und der Ministerien ist bisher nur die vorangegangene Allgemeinverfügung mit dem Verweis auf eine kommende Verlängerung zu finden, vgl. Ausgangsbeschränkungen vom 20. März 2020, Stand 01. April 2020
  46. Luisa Degenhardt: Corona-Station in Fürth nimmt Betrieb auf. In: Fürther Nachrichten vom 30. März 2020 - online abrufbar
  47. fn: Corona trifft immer mehr Pflegeheime in Fürth. In: Fürther Nachrichten vom 30. März 2020 - online abrufbar
  48. dpa/fn: Taubenfütterungsverbote in Nürnberg und Fürth werden nicht aufgehoben . In: Fürther Nachrichten vom 30. März 2020 - online abrufbar
  49. Florian Burghardt: Ein Herz für Fürth: Hier kann man Läden und Cafés helfen. In: Fürther Nachrichten vom 31. März 2020 - online abrufbar
  50. Ein Herz für Fürth - Homepage abgerufen am 31. März 2020 | 16:42 Uhr
  51. Klinikum Fürth Podcast - Mitarbeiter-Podcast Folge 17 vom 3. Februar (sic!) April 2020 - online abrufbar
  52. hjw: Kultur vorm Fenster muss noch warten. In: Fürther Nachrichten vom 4. April 2020, S. 37 (Druckausgabe)
  53. Johannes Alles: Fehlen Fürth 70 Mio. Euro? In: Fürther Nachrichten vom 3. April 2020, S. 23 (Druckausgabe)
  54. Claudia Ziob: Telefondienst statt Mathe. In: Fürther Nachrichten vom 3. April 2020, S. 21 (Druckausgabe)
  55. Birgit Heidingsfelder: Machtverschiebung in der Medizin. In: Fürther Nachrichten vom 3. April 2020, S. 23 (Druckausgabe)
  56. fn: Nackter wirft Geld vom Balkon. In: Fürther Nachrichten vom 3. April 2020, S. 23 (Druckausgabe) - online abrufbar
  57. Birgit Heidingsfelder: Landwirte zwischen Hoffen und Bangen. In: Fürther Nachrichten vom 4. April 2020, S. 29 (Druckausgabe)
  58. Merkur.de: Restaurantkette Vapiano stellt Insolvenzantrag - online abgerufen am 4. April 2020 | 19:45 Uhr - online abrufbar
  59. Armin Leberzammer: Vapiano stellt Betrieb im fünften Jahr ein. In: Fürther Nachrichten vom 4. April 2020, S. 32 (Druckausgabe)
  60. PLUTA Rechtsanwalts GmbH - Pressemitteilung: PLUTA-Sanierungsexpertin Dr. Ruth Rigol ist vorläufige Insolvenzverwalterin von Vapiano. Online abgerufen am 4. April 2020, 19.42 Uhr - online abrufbar
  61. rki: Falldefinition Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) (SARS-CoV-2) - online abgerufen am 6. April 2020 | 0:58 Uhr - online abrufbar
  62. Gesetze im Internet: Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes auf Infektionen mit dem erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/Volksrepublik China aufgetretenen neuartigen Coronavirus ("2019-nCoV"), online abgerufen am 6. April 2020 | 1:02 Uhr - online abrufbar
  63. Martin Müller: Wegen Corona: Gartenmärkte werfen massenhaft Pflanzen weg. In: Fürther Nachrichten vom 4. April 2020 - online abrufbar
  64. tagesschau.de - online abgerufen am 6. April 2020 | 0:21 Uhr - online abrufbar
  65. Sabine Dietz: Fünf Todesfälle am Wochenende. In: Fürther Nachrichten vom 7. April 2020, S. 22 (Druckausgabe)
  66. Youtube: Mitarbeiter Podcast Klinikum Fürth, Folge #20 vom 7. April 2020
  67. BMPA: Müllabfuhr-Sevice vorübergehend eingeschränkt. In: Presse-info der Stadt Fürth vom 7. April 2020, Nr. 165/20
  68. Armin Leberzammer: Mit dem "Vollservice" ist es vorbei. In: Fürther Nachrichten vom 9. April 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  69. fn: 1720 Getränkekisten als Dankeschön. In: Fürther Nachrichten vom 8. April 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  70. BMPA: Städtische Veranstaltungen fallen aus. Presse-Information der Stadt Fürth vom 8. April 2020 | Nr. 167/20
  71. Wolfgang Händel: Bittere Absagen in der Corona-Krise. In: Fürther Nachrichten vom 9. April 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  72. BMPA: Coronovirus - aktuelle Fallzahlen in Fürth. Presse-Info der Stadt Fürth vom 9. April 2020 | Nr. 170/20
  73. Pressemitteilung 2 vom 9. April 2020 der Veranstalter/Initiatoren
  74. Peter Budig: Wie Tetris spielen - Lockdown für die Kultur. In: Fürther Nachrichten vom 14. April 2020, S. 26 (Druckausgabe)
  75. BMPA: Einschränkungen bei der Müllabfuhr – Appell an Gemeinschaftssinn. Presse-Information der Stadt Fürth vom 15. April 2020 | Nr. 175/20
  76. Claudia Ziob: Die meisten Todesfälle: Fürth ist Corona-Hotspot in Franken. In: Fürther Nachrichten vom 15. April 2020 - online abrufbar
  77. Klinikum Fürth #24 Podcast auf Youtube vom 14. April 2020 - online abrufbar
  78. nn: Bayern lockert Corona-Maßnahmen - Schulen öffnen schrittweise. In: nordbayern.de vom 16. April 2020 -. online abrufbar
  79. sz: Diese Regelungen gelten jetzt in Bayern. In: Süddeutsche Zeitung vom 16. April 2020 - online abrubar
  80. BMPA: Wichtige Ämter wieder für Publikumsverkehr geöffnet, Pressemitteilung der Stadt Fürth vom 16. April 2020, Nr. 178/20
  81. Klinikum Fürth Podcast Folge #26 vom 16. April 2020 | online abgerufen am 21. April 2020 |16:18 Uhr
  82. Luisa Degenhardt: "Kein Grund zur Panik". In: Fürther Nachrichten vom 17. April 2020, S. 21 (Druckausgabe)
  83. hbi: Zahlreiche Tote in AWO-Heimen. In: Fürther Nachrichten vom 18. April 2020, S. 33 (Druckausgabe)
  84. Wolfgang Händel: Für die Kärwa bleibt ein Hoffnungsschimmer. In: Fürther Nachrichten vom 18. April 2020, S. 29 (Druckausgabe)
  85. Klinikum Fürth Podcast Folge #28 vom 20. April 2020 | online abgerufen am 21. April 2020 |16:33 Uhr
  86. Claudia Ziob: Corona-Schutz: Playmobil bringt Masken auf den Markt. In: Fürther Nachrichten vom 21. April 2020, S. 23 (Druckausgabe)
  87. Playmobil Homepage - online abgerufen am 21. April 2020 | 14:59 Uhr - online abrufbar
  88. nn: Corona-Bekämpfung - was jetzt in Bayern gilt. Fürther Nachrichten vom 18. April 2020, S. 2 (Druckausgabe)
  89. Wolfgang Händel: Für die Kärwa bleibt ein Hoffnungsschimmer. In: Fürther Nachrichten vom 18. April 2020, S. 29 (Druckausgabe)
  90. Passauer Neue Presse: Söder nach Wiesn-Absage: Gilt auch für "ähnliche Feste" im Herbst. Online abgerufen am 21. April 2020 | 14:48 Uhr - online abrufbar
  91. Matthias Boll: Am seidenen Faden. In: Fürther Nachrichten vom 22. April 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  92. Johannes Alles: In den Startlöchern. In: Fürther Nachrichten vom 24. April 2020, S. 21 (Druckausgabe)
  93. Johannes Alles: Glückliche Einzelhändler: Kunden kommen in die Läden. In: Fürther Nachrichten vom 29. April 2020 - online abrufbar
  94. Gwendolyn Kuhn: Ansturm auf die alternative Tafel. In: Fürther Nachrichten vom 30. April 2020, S. 21 (Druckausgabe)
  95. Johannes Alles: Stadt erlässt Gebühr: Kleine Hilfe für Fürths Wirte und Händler. In: Fürther Nachrichten vom 5. Mai 2020 - online abrufbar
  96. Youtube: Mitarbeiter-Podcast des Klinikums Fürth, Wochenrückblick zum 30. April, online abgerufen am 4. Mai 2020 | 15:45 Uhr
  97. dpa: Fürths OB Jung: Corona-Lockerung "Gebot der Stunde". In: Die Welt vom 4. Mai 2020 - online abrufbar
  98. BMPA: Weitere städtische Veranstaltungen fallen aus. Presse-Information vom 5. maggio (sic) 2020, Nr. 218/20
  99. fn: Alternative Tafel schließt. In: Fürther Nachrichten vom 21. Mai 2020, S. 26 (Druckausgabe)
  100. Armin Leberzammer: Schwerpunktpraxis macht zu. In: Fürther Nachrichten vom 8. März 2020, S. 22 (Druckausgabe)
  101. Wolfgang Händel: Fürth hat einen dritten Bürgermeister. In: Fürther Nachrichten vom 8. Mai 2020, S. 21 (Druckausgabe)
  102. Florian Burghardt: Freudentränen am Muttertag. In: Fürther Nachrichten vom 11. Mai 2020, S. 23 (Druckausgabe)
  103. Gwendolyn Kuhn: In die Schule kehrt Leben zurück. In: Fürther Nachrichten vom 13. Mai 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  104. fn: Die Museen öffnen wieder. In: Fürther Nachrichten vom 12. Mai 2020, S. 26 (Druckausgabe)
  105. Claudia Ziob: "Ein Herz für Fürth" statt Amazon. In: Fürther Nachrichten vom 12. Mai 2020, S. 21 (Druckausgabe)
  106. Florian Burghardt: Roulade auf Knopfdruck. In: Fürther Nachrichten vom 12. Mai 2020, S. 23 (Druckausgabe)
  107. Hans-Joachim Winckler: Großzügige Spende in schweren Zeiten. In: Fürther Nachrichten vom 13. Mai 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  108. Youtube: Klinikum Fürth Podcast #43 vom 13. Mai 2020, online abgerufen am 13. Mai 2020 | 23:43 Uhr
  109. Martin Schano: "Es war natürlich anders". In: Fürther Nachrichten vom 18. Mai 2020, S. 25 (Druckausgabe)
  110. Thomas Scherer: Schutz vor Tröpfchen. In: Fürther Nachrichten vom 18. Mai 2020, S. 22 (Druckausgabe)
  111. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 22. März 2020 | 19.50 Uhr - online abrufbar
  112. Bay. Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Homepage online abgerufen am 22. März 2020 | 23.03 Uhr - online abrufbar
  113. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 26. März 2020 | 0.00 Uhr - online abrufbar
  114. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 27. März 2020 | 8.23 Uhr - online abrufbar
  115. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 28. März 2020 | 13.30 Uhr - online abrufbar
  116. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 30. März 2020 | 8.45 Uhr - online abrufbar
  117. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 1. April 2020 | 15.11 Uhr - online abrufbar
  118. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 4. April 2020 | 19.57 Uhr - online abrufbar
  119. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 5. April 2020 | 18.35 Uhr - online abrufbar
  120. Claudia Ziob: Die meisten Todesfälle: Fürth ist Corona-Hotspot in Franken. In: Fürther Nachrichten vom 15. April 2020 - online abrufbar
  121. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 16. April 2020 | 0.29 Uhr
  122. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 14. Mai 2020 | 0.07 Uhr
  123. Claudia Ziob: Klinikum Fürth: Durchatmen in der Corona-Krise. In: Fürther Nachrichten vom 18. Mai 2020 - online abrufbar
  124. Auswertung der Rohdaten des Robert-Koch-Instituts - online abrufbar
  125. Informationen zu Infektionsfälle durch die Stadt Fürth - online abgerufen 15.04.20 17:45
  126. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 16. April 2020 | 12.50 Uhr
  127. Robert-Koch-Institut: COVID-19-Dashboard, online abgerufen am 9. Mai 2020 | 12.58 Uhr

Bilder[Bearbeiten]


Videos[Bearbeiten]